Wer über adel-capital(.)ch investiert hat, der hat es 1. gar nicht mit der echten Adel Capital AG aus der Schweiz zu tun und ist 2. Teil eines Betrugsszenarios geworden. Zusätzlich nutzen die Verantwortlichen die Domain adel-capital(.)eu für E-Mails, um Seriosität vorzutäuschen und weitere Einzahlungen zu erwirken. Zählen Sie zu den Opfern? Entscheidend ist jetzt, zügig zu reagieren, um Verluste zu begrenzen und – gemeinsam mit uns – Rückforderungen einzuleiten.
Existiert die angebliche, hier dargestellte Adel Capital AG überhaupt?
Der Auftritt unter adel-capital(.)ch erweckt gezielt den Eindruck eines etablierten Schweizer Finanzdienstleisters. Tatsächlich handelt es sich jedoch um ein von Anlagebetrügern konstruiertes Scheinunternehmen. Die Betreiber greifen auf die Identität einer real existierenden Adel Capital AG zurück, die in Meggen (Huobmattstrasse 3, 6045 Meggen, UID CHE-172.046.059) registriert ist, ohne dass diese in irgendeiner Weise beteiligt wäre. Diese Form des Identitätsmissbrauchs dient ausschließlich dazu, Vertrauen bei potenziellen Anlegern aufzubauen.
Die technische Infrastruktur stützt dieses Täuschungsbild: Die Domain adel-capital(.)ch wurde am 02.12.2025 bei Hosting Concepts, B.V. eingerichtet. Kurz darauf folgte adel-capital(.)eu (26.12.2025, Hostinger, UAB), die vor allem für E-Mail-Kommunikation genutzt wird, etwa über Adressen wie official@adel-capital(.)ch oder kundenservice@adel-capital(.)eu. Auch vermeintliche Ansprechpartner wie „Clara Stein“ sind keine realen Personen, sondern Teil der Abzock-Inszenierung. Berichte von Nutzern zeigen übereinstimmend, dass hier eine vollständig fingierte Plattform betrieben wird.
Warum Auszahlungen ausbleiben
Ein zentrales Merkmal solcher Modelle ist die Blockade von Auszahlungen. Auch in diesem Fall berichten Betroffene, dass Guthaben und Gewinne zwar im Benutzerkonto erscheinen, tatsächlich aber nicht ausgezahlt werden. Stattdessen werden fortlaufend neue Gebühren verlangt – etwa für angebliche Freigaben, Prüfungen, Dokumente oder technische Verifizierungen.
Das Muster ist eindeutig: Einzahlungen werden bestätigt und sichtbar gemacht, während Auszahlungsversuche scheitern. Die beworbenen Arbitrage-Strategien existieren in Wirklichkeit nicht; vielmehr handelt es sich um eine simulierte Handelsumgebung. Ziel ist es ausschließlich, weitere Zahlungen zu provozieren.
Die Rolle von Bankkonten im Betrugssystem
Damit Gelder überhaupt eingesammelt werden können, greifen die Täter auf reale Bankverbindungen zurück, unter anderem bei Instituten in Litauen. Diese Konten bilden das Rückgrat der Abwicklung. Ohne sie ließen sich keine Einzahlungen realisieren.
Gerade hier setzen juristische Schritte an: Die Geldflüsse lassen sich über diese Konten nachvollziehen. Durch die Identifikation der Kontoinhaber können Ansprüche auf Rückzahlung geprüft und geltend gemacht werden. Die gesamte Konstruktion ist auf diese Infrastruktur angewiesen.
Hintergründe und strafrechtliche Einordnung
Das System ist arbeitsteilig organisiert. Neben scheinbaren Beratern agieren technische Betreiber, Zahlungsdienstleister und Strukturen zur Verschleierung der Geldflüsse. Die Nutzung echter Firmendaten und vorgetäuschter Genehmigungen spricht für ein professionell aufgebautes Netzwerk.
Rechtlich kommen mehrere Delikte in Betracht. Dazu gehören insbesondere Betrug (§ 263 StGB), Kapitalanlagebetrug (§ 264a StGB) sowie der Verdacht der Geldwäsche (§ 261 StGB). Zusätzlich bestehen zivilrechtliche Ansprüche, etwa aus § 812 BGB und § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB.
Weshalb die Plattform glaubwürdig erscheint
Die Darstellung ist bewusst überzeugend gestaltet: Nutzer sehen steigende Kontostände, scheinbar mega-erfolgreiche Trades und angeblich sichere Arbitrage-Geschäfte. Tatsächlich findet jedoch kein echter Handel statt. Es gibt weder reale Transaktionen noch tatsächliche Gewinne.
Selbst angebliche Auszahlungsbestätigungen werden künstlich erzeugt. Die gesamte Oberfläche dient ausschließlich dazu, Vertrauen zu schaffen und weitere Einzahlungen zu erreichen.
Handlungsempfehlungen für Betroffene
Wer betroffen ist, sollte umgehend reagieren. Weitere Zahlungen sollten unbedingt unterbleiben. Gleichzeitig ist es wichtig, sämtliche Unterlagen wie Überweisungsbelege und Kommunikationsverläufe zu sichern. Eine Strafanzeige bei den zuständigen Behörden ist ebenfalls ratsam. Darüber hinaus sollte eine rechtliche Prüfung durch spezialisierte Anwälte erfolgen.
Zu beachten ist außerdem: Rückflüsse aus solchen Konstruktionen können unter Umständen rechtlich problematisch sein, etwa im Zusammenhang mit Geldwäsche. Eine juristische Beratung ist daher dringend zu empfehlen.
Möglichkeiten zur Geldrückgewinnung
Spezialisierte Kanzleien im Bank- und Kapitalmarktrecht wie die unsere verfolgen gezielt die Spur der Gelder. Ziel ist es, die Empfänger und Hintermänner zu identifizieren und Ansprüche durchzusetzen.
Wer sein investiertes Kapital nicht aufgeben möchte, sollte zeitnah handeln und fachkundige Unterstützung in Anspruch nehmen. Eine individuelle Prüfung durch unsere auf Anlagebetrug spezialisierten Anwälte, In-House-Ermittler und IT-Forensiker kann konkrete Wege zur Rückholung initiieren.
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