Wer über die Seite fintechbk.com Geld angelegt hat oder hofft, Gelder seitens der angeblichen FintechBank ausgezahlt zu bekommen, ist sehr wahrscheinlich Opfer eines betrügerischen Systems geworden. Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) hat eine klare Warnung veröffentlicht. Da mit zunehmender Zeit die Chancen auf Rückführung sinken, ist schnelles Handeln entscheidend. Im Folgenden wird erläutert, wie der Betrug funktioniert und welche Schritte zur Rückforderung möglich sind.
Existiert FintechBank tatsächlich?
Die Plattform stellt sich als internationaler Finanzdienstleister dar und behauptet, in mehr als 180 Staaten aktiv zu sein. Solche Angaben wirken bei genauer Betrachtung unrealistisch und dienen vor allem dazu, Seriosität vorzutäuschen. Zwar gibt es die genannte Adresse im liechtensteinischen Vaduz (Schaanerstrasse 13), doch Hinweise auf dort operierende Website-Betreiber fehlen vollständig. Auch die verwendete deutsche Mobilnummer (+49 1634517069) sowie die angegebenen E-Mail-Adressen (info@fintechbank.bank, legal@fintechbank.bank) fügen sich in das Bild einer konstruierten Außendarstellung ein. Letztlich handelt es sich nicht um eine echte Bank, sondern um eine digitale Scheinstruktur ohne operative Substanz.
Fehlende behördliche Zulassung
Die FMA stellt ausdrücklich fest, dass keine Genehmigung für Finanzdienstleistungen vorliegt und die Plattform nicht im offiziellen Register erscheint. Innerhalb Europas ist eine solche Erlaubnis zwingend erforderlich, etwa nach § 32 KWG oder vergleichbaren Regelwerken. Ohne diese Grundlage sind entsprechende Angebote rechtswidrig. Die behördliche Warnung ist daher als klarer Hinweis auf betrügerische Aktivitäten zu verstehen. Zudem wird gegen gesetzliche Transparenzpflichten verstoßen.
Auszahlungen werden systematisch verhindert
Erfahrungsberichte zeigen ein wiederkehrendes Muster: Nutzer werden mit angeblichen Gewinnen konfrontiert, doch eine tatsächliche Auszahlung erfolgt nicht. Stattdessen verlangen die Betreiber immer neue Gebühren oder angebliche Abgaben. Diese Forderungen entbehren jeder Grundlage und dienen lediglich dazu, weitere Einzahlungen zu provozieren. Positive Bewertungen sollten deshalb kritisch hinterfragt werden.
Inszenierte Plattform, vor der man sich in Acht nehmen sollte
Die Oberfläche vermittelt den Eindruck aktiver Handelsgeschäfte mit steigenden Renditen und professionellen Diagrammen. Tatsächlich existieren weder reale Transaktionen noch echte Konten bei regulierten Brokern. Es handelt sich um eine Simulation, die gezielt Vertrauen erzeugt. Anlagebetrug basiert genau auf diesem Prinzip: eine konstruierte Realität wird genutzt, um Vermögenswerte zu entziehen.
Die Rolle von Bankkonten in derartigen Betrugsmodellen
Damit Gelder transferiert werden können, greifen die Täter auf reale Konten zurück. Diese werden häufig über Dritte oder sogenannte Geldwäscher bereitgestellt. Dadurch erfüllt das Vorgehen regelmäßig den Tatbestand der Geldwäsche gemäß § 261 StGB. Für die Rückforderung ist es entscheidend, diese Konten nachzuverfolgen. Rechtliche Ansprüche können sich unter anderem aus § 812 BGB sowie § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB ergeben.
Hintergründe zur hier operierenden Organisation
Die Domain fintechbk.com wurde im April 2026 registriert, was die Kurzlebigkeit solcher Systeme verdeutlicht. Hinter der Plattform stehen keine regulierten Fachleute, sondern häufig international vernetzte Gruppen mit arbeitsteiliger Struktur. In bestimmten Konstellationen kann sogar der Verdacht einer kriminellen Vereinigung im Raum stehen.
Täuschung durch Teilrückzahlungen – Obacht!
Ein bekanntes Vorgehen besteht darin, kleine Beträge auszuzahlen, um Vertrauen zu stärken und weitere Einzahlungen zu fördern. Solche Rückzahlungen sollten nicht als Beweis für Seriosität gewertet werden. Unter Umständen können sie sogar rechtliche Risiken bergen. Eine juristische Einschätzung ist daher ratsam.
Was Betroffene jetzt tun sollten
Zunächst sollten keinerlei weitere Zahlungen erfolgen. Sämtliche Unterlagen, einschließlich Kommunikation und Zahlungsnachweise, sind sorgfältig zu sichern. Zusätzlich empfiehlt sich eine Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden. Parallel dazu sollte ein auf Kapitalanlagebetrug spezialisierter Rechtsanwalt eingeschaltet werden.
Einordnung und Bewertung des Gesamtlage
Die Gesamtbewertung fällt eindeutig aus: Es handelt sich nicht um einen seriösen Anbieter, sondern um ein betrügerisches Konstrukt. Fehlende Regulierung, widersprüchliche Angaben und die offizielle Warnung der Aufsicht führen zu einer klaren Einschätzung. Zahlreiche Berichte von Geschädigten bestätigen dieses Bild.
RESCH Rechtsanwälte verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Bank- und Kapitalmarktrecht und ist auf Fälle von Anlagebetrug spezialisiert. Der Ansatz besteht darin, Zahlungsströme nachzuvollziehen und die beteiligten Konten zu identifizieren, da diese eine zentrale Rolle im gesamten System spielen.
Der erste Schritt zur Rückforderung ist stets eine rechtliche Bewertung des Einzelfalls. Betroffene können sich telefonisch oder über die Website an die Kanzlei wenden, um konkrete Handlungsmöglichkeiten prüfen zu lassen.
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