StoneGuardPartners: Warnzeichen für Recovery-Betrug deuten

05.05.2026 13 Aufrufe Autor: Jochen Resch
Warnung vor stoneguardpartners.net: Verdacht auf Anlage- und Folge-Betrug. Plattform verspricht Rückholung, liefert aber keine Hilfe. Zahlungen vermeiden!

Wer mit StoneGuardPartners über stoneguardpartners(.)net in Kontakt stand, sollte aufmerksam werden: Es spricht vieles für ein akutes Risiko eines Folge-Betrugs. Die Seite gibt sich als Dienst zur Rückholung verlorener Gelder aus, ohne tatsächlich wirksame Unterstützung zu leisten. Wenn bereits Zahlungen erfolgt sind oder gefordert werden, befinden Sie sich sehr wahrscheinlich in einem betrügerischen Ablauf. Dieser Beitrag zeigt, worauf zu achten ist und wie Sie reagieren können, um Ihre verlorenen Gelder etwaig doch noch zu retten.

Hinter der Fassade: Wie StoneGuardPartners auftritt

Auf stoneguardpartners(.)net inszeniert sich StoneGuardPartners als kompetenter Ansprechpartner, der angeblich bei der Wiederbeschaffung verlorener Investitionen hilft. Formulierungen, die Seriosität und Fachwissen suggerieren, sollen Vertrauen schaffen. Tatsächlich verbirgt sich dahinter kein legitimer Anbieter, sondern ein typischer Folge-Betrug: Personen, die zuvor Opfer eines Trading-Scams wurden, werden gezielt erneut kontaktiert, um weitere Zahlungen zu erwirken.

Systematisches Vorgehen statt echter Hilfe

Das Muster ist eindeutig: Es wird Unterstützung bei der Rückholung von Geldern in Aussicht gestellt, ohne dass eine reale Leistung erfolgt. Anlagebetrug bedeutet, dass falsche Tatsachen vorgespiegelt werden, um an fremdes Vermögen zu gelangen. Genau dieses Prinzip wird hier angewandt. Die Beteiligten geben sich als Helfer aus, verfolgen jedoch ausschließlich das Ziel, zusätzliche Gelder zu erhalten.

Auffällige Intransparenz, hier stimmt was nicht

Ein zentrales Warnsignal ist das Fehlen einer überprüfbaren Geschäftsadresse. Zwar werden eine schweizerische Telefonnummer (+41319001723) und eine E-Mail-Adresse (support@stoneguardpartners(.)net) genannt, doch daraus ergibt sich keine belastbare rechtliche Grundlage. Solche Strukturen sind häufig bei unseriösen Plattformen anzutreffen. Hinzu kommt, dass die Domain erst am 22.01.2026 über Tucows, Inc. registriert wurde – ein Hinweis auf ein eher kurzfristig angelegtes Geschäftsmodell.

Keine Auszahlungen trotz weiterer Forderungen

Berichte von Betroffenen zeigen ein wiederkehrendes Bild: Nach anfänglichem Kontakt werden zusätzliche Gebühren verlangt, angeblich für rechtliche Schritte oder die Freigabe angeblicher Guthaben. Eine tatsächliche Auszahlung bleibt jedoch aus. Stattdessen folgen immer neue Begründungen für weitere Zahlungen. Daraus ergibt sich eine klare Einschätzung: Eine echte Rückführung von Geldern findet nicht statt.

Die Rolle von Bankkonten im Betrugssystem

Damit solche Modelle funktionieren, werden reale Kontoverbindungen genutzt. Diese spielen eine Schlüsselrolle, da über sie Gelder fließen. Es ist möglich, die Kontoinhaber zu identifizieren und rechtlich gegen sie vorzugehen. Wer solche Zahlungen entgegennimmt, kann sich unter Umständen wegen Geldwäsche nach § 261 StGB strafbar machen.

Wer steckt hinter StoneGuardPartners?

Die dahinterstehenden Strukturen sind meist arbeitsteilig organisiert und oft international vernetzt. Nach außen treten scheinbar seriöse Firmen auf, die tatsächlich Teil eines größeren Geflechts zur Geldverschiebung sind. Dadurch ergeben sich potenzielle Anspruchsgegner, gegen die zivilrechtlich vorgegangen werden kann.

Rechtliche Bewertung des Vorgehens

Wer bewusst falsche Angaben macht, um sich Vermögensvorteile zu verschaffen, erfüllt den Tatbestand des Betrugs (§ 263 StGB). Darüber hinaus kommen weitere Delikte wie Kapitalanlagebetrug (§ 264a StGB) sowie Geldwäsche (§ 261 StGB) in Betracht. Parallel dazu bestehen zivilrechtliche Ansprüche auf Schadensersatz, beispielsweise nach § 812 BGB oder § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB.

Wichtig zu verstehen ist: Ein Strafverfahren allein führt nicht automatisch zur Rückzahlung. Entscheidend ist die gezielte Nachverfolgung der Geldflüsse.

Handlungsempfehlungen bei Kontakt mit StoneGuardPartners

Wer betroffen ist, sollte strukturiert vorgehen, um weitere Schäden abzuwenden:

  • Keine weiteren Überweisungen tätigen 
  • Sämtliche Unterlagen und Kommunikation sichern 
  • Strafanzeige bei den zuständigen Behörden erstatten 
  • Angebote zur Geldrückholung von unbekannten Dritten ablehnen 
  • Juristische Unterstützung durch spezialisierte Anwälte einholen 

Zusammenfassung: Finger weg von StoneGuardPartners!

Die vorliegenden Hinweise und Erfahrungen lassen nur eine Bewertung zu: StoneGuardPartners ist Teil eines betrügerischen Systems, das gezielt auf weitere Zahlungen abzielt. Die versprochene Unterstützung dient lediglich als Vorwand.

RESCH Rechtsanwälte ist eine auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Großkanzlei mit jahrzehntelanger Erfahrung im Bereich Anlagebetrug und Geldwäsche. Seit über 40 Jahren setzen wir uns für die Rückholung von Geldern ein.

Wenn Sie Ansprüche im Zusammenhang mit StoneGuardPartners prüfen lassen möchten, nehmen Sie Kontakt auf – telefonisch unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Formular auf unserer Website. Unsere Experten zeigen Ihnen konkrete Schritte zur Durchsetzung Ihrer Rechte.

 

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