Betrug durch eine falsche ESSEDI Asset Management enttarnt

15.04.2026 72 Mal gelesen Autor: Jochen Resch
Warnung vor essedi-am(.)com & clientpointboard(.)com: Anlagebetrug! FINMA warnt und hebt Firmendatenraub hervor. Handeln, Rückholung prüfen.

Wer über essedi-am(.)com investiert oder den Zugang user.clientpointboard(.)com genutzt hat, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Opfer eines exorbitanten Kapitalanlagebetrugs geworden. Die Darstellung wirkt professionell, basiert jedoch auf erfundenen Angaben. Laut FINMA (CH) besteht keinerlei Verbindung zur echten ESSEDI ASSET MANAGEMENT SA in Lugano. Wenn bereits Geld geflossen ist, sollten Betroffene umgehend reagieren und sich über Rückholungsoptionen informieren. Wir stehen Ihnen diesbezüglich als erfahrener und kompetenter Partner zur Seite.

Existiert die hier abgebildete ESSEDI Asset Management wirklich?

Die Plattform tritt als angeblicher Vermögensverwalter mit Sitz im schweizerischen Genf auf und nutzt dafür die Adresse rue des Charmilles 8, 1203 Genève. Diese Anschrift steht jedoch in keinem Zusammenhang mit den tatsächlichen Betreibern der betrügerischen Websites. Ebenso sind Hinweise auf eine angebliche Beaufsichtigung durch internationale Behörden frei erfunden. Namen wie CySEC, FCA oder ZEFIX werden lediglich aufgeführt, um Seriosität vorzutäuschen. Eine Zulassung nach § 32 KWG liegt nicht vor. Die Domain essedi-am(.)com wurde am 23.10.2025 bei Name SRS AB registriert. Zusätzlich kommt user.clientpointboard(.)com als Login-Bereich zum Einsatz – ein Muster, das häufig bei betrügerischen Konstruktionen zu beobachten ist. Die FINMA hat zudem ausdrücklich klargestellt, dass keine Verbindung zur legitimen Gesellschaft besteht.

Erfahrungsberichte: Wie Vertrauen künstlich aufgebaut wird

Rückmeldungen von Betroffenen zeigen ein klares Muster. Interessenten werden mit hochwertig wirkenden Inhalten, vermeintlicher Fachkompetenz und maßgeschneiderten Anlagestrategien angesprochen. Versprochen werden unter anderem Vermögensverwaltung, Beratung sowie Zugang zu exklusiven Anlageformen wie Private Equity oder Kryptowerten. Tatsächlich handelt es sich um eine inszenierte Fassade. Die angeblichen Berater verfolgen ein klares Ziel: Vertrauen schaffen und Einzahlungen steigern. Angezeigte Gewinne existieren nur auf dem Bildschirm und dienen der Motivation für weitere Investitionen.

Warum Auszahlungen seitens essedi-am(.)com verweigert werden

Ein zentrales Kennzeichen des Systems ist, dass Auszahlungen faktisch blockiert werden. Sobald Anleger ihr Guthaben anfordern, werden zusätzliche Forderungen gestellt. Dabei handelt es sich etwa um angebliche Steuern, Provisionen oder Sicherheitsleistungen, die vorab zu begleichen seien. Diese Zahlungen sind Teil des Täuschungskonzepts und führen nicht zu einer Auszahlung. Stattdessen wird versucht, weitere Gelder zu generieren.

Gesamtbewertung der Plattform essedi-am(.)com

Bei nüchterner Betrachtung ergibt sich ein eindeutiges Bild: Es handelt sich um ein nicht reguliertes Konstrukt, das gezielt mit falschen Angaben arbeitet. Die Nutzung realer Firmendaten ohne Berechtigung, fehlende behördliche Genehmigungen und der Einsatz mehrerer Domains sind typische Warnsignale. Ein seriöser Anbieter liegt hier nicht vor.

Juristische Einordnung des Vorgehens

Das Vorgehen erfüllt die Kriterien eines Betrugs, da gezielt falsche Tatsachen vorgespiegelt werden, um Zahlungen zu erlangen. Strafrechtlich kommen insbesondere § 263 StGB sowie § 264a StGB in Betracht. Darüber hinaus spielt § 261 StGB eine Rolle, da die Gelder über verschiedene Konten weitergeleitet werden.

Auch zivilrechtlich bestehen Ansprüche. Rückforderungen können sich etwa aus § 812 BGB sowie aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB ergeben. Entscheidend ist dabei, die Wege der Geldflüsse nachzuvollziehen.

Die Rolle von Bankkonten im betrügerischen System

Damit ein solches Online-Abzock-Modell funktioniert, müssen reale Konten eingebunden sein. Häufig stehen diese im Namen Dritter, die als Teil eines Geldwäschenetzwerks fungieren. Genau hier setzt die rechtliche Verfolgung an: Durch die Identifizierung dieser Kontoinhaber können Ansprüche geltend gemacht werden. Ohne diese Infrastruktur wäre die Durchführung des Betrugs nicht möglich.

Obacht, Vorsicht bei scheinbaren Rückzahlungen

In einzelnen Fällen erhalten Geschädigte kleinere Beträge. Diese Zahlungen dienen dazu, Vertrauen zu festigen und weitere Einzahlungen zu provozieren. Gleichzeitig kann der Empfang solcher Gelder rechtliche Risiken bergen, etwa im Zusammenhang mit Geldwäsche. Deshalb ist eine juristische Einordnung wichtig.

Handlungsempfehlungen für Ablagebetrugsopfer

Wer betroffen ist, sollte keine weiteren Überweisungen tätigen und sämtliche Unterlagen sichern. Dazu zählen Kommunikationsverläufe, Zahlungsnachweise und Zugangsdaten. Der Einsatz von Fernwartungssoftware sollte unbedingt vermieden werden. Zudem ist es ratsam, Strafanzeige zu stellen und rechtlichen Beistand durch einen spezialisierten Anwalt in Anspruch zu nehmen.

Jetzt aktiv werden und Verluste juristisch bewerten lassen

Die vorliegenden Erkenntnisse sprechen klar für ein systematisches Betrugskonzept. Schnelles Handeln erhöht die Chancen, verlorene Gelder zurückzuholen.

RESCH Rechtsanwälte ist auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und verfügt über langjährige Erfahrung im Umgang mit Anlagebetrugsfällen und Geldwäschekonstrukten. Der Ansatz besteht darin, Geldströme konsequent nachzuverfolgen und Verantwortliche in Anspruch zu nehmen.

Wer eine Rückforderung prüfen möchte, sollte zunächst eine rechtliche Einschätzung einholen. Eine Kontaktaufnahme ist telefonisch unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Kontaktformular der Kanzlei möglich. Anschließend werden konkrete Schritte zur Durchsetzung der Ansprüche aufgezeigt.

 

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