Wer über die Webseiten konvexium(.)com oder trader.konvexium(.)com investiert hat, sollte umgehend reagieren. Hinter dem Angebot verbirgt sich kein seriöser Handel, sondern ein gezielt aufgebautes Täuschungssystem. Die Plattform erweckt den Eindruck sicherer Gewinne – sogar unabhängig von Marktschwankungen. Genau darin liegt der Kern der Irreführung. Im Folgenden wird erläutert, wie dieses Modell funktioniert und welche Schritte Betroffene ergreifen können, um ihr Geld zurückzufordern.
Tritt Konvexium als echter Broker auf?
Auf den ersten Blick vermittelt Konvexium Professionalität: Die Oberfläche wirkt modern, Gewinne scheinen sich stetig zu erhöhen, und der gesamte Ablauf erinnert an legitime Handelsplattformen. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine inszenierte Umgebung ohne reale Börsentransaktionen. Die dargestellten Erträge existieren nur innerhalb des Systems. Besonders auffällig ist das Versprechen, Erträge unabhängig vom Marktgeschehen zu erzielen – ein Szenario, das im echten Finanzhandel nicht möglich ist und daher ein deutliches Warnsignal darstellt.
Erfahrungen mit Konvexium: Warum Auszahlungen scheitern
Viele Betroffene berichten von einem ähnlichen Ablauf. Anfangs werden kleine Gewinne angezeigt, um Vertrauen aufzubauen. Sobald jedoch eine Auszahlung verlangt wird, folgen Forderungen nach angeblichen Steuern, Provisionen oder Sicherheitsleistungen. Jede zusätzliche Zahlung führt lediglich zu weiteren Hürden. Eine tatsächliche Rücküberweisung bleibt aus. Dieses Vorgehen entspricht typischen Mustern im Bereich des organisierten Online-Anlagebetrugs.
Bewertung der Plattform: Deutliche Risikohinweise
Eine sachliche Einschätzung fällt klar negativ aus. Unrealistische Renditeversprechen und gezielte Manipulation prägen das Gesamtbild. Hinzu kommt, dass die Domain konvexium(.)com erst am 01.12.2025 registriert wurde (NameCheap, Inc.). Solch junge Internetauftritte sind häufig bei betrügerischen Konstruktionen zu finden. Auch die zusätzliche Subdomain trader.konvexium(.)com dient dazu, Glaubwürdigkeit vorzutäuschen und unterschiedliche Zugangspunkte zu schaffen.
Die Rolle von Bankkonten im System
Damit die Geldströme funktionieren, greifen die Betreiber auf reale Konten zurück. Einzahlungen werden über Konten abgewickelt, die meist auf Dritte oder Firmen laufen. Diese Konten sind zentral für das Funktionieren des Systems. Genau hier setzen rechtliche Maßnahmen an: Die Identifikation der Kontoinhaber ermöglicht es, diese zur Verantwortung zu ziehen, da ohne diese Infrastruktur der Betrug nicht umsetzbar wäre.
Wer profitiert von den Zahlungen?
Die eigentlichen Drahtzieher bleiben im Hintergrund und nutzen komplexe Strukturen aus Zahlungsdienstleistern und Kontonetzwerken, um Geldflüsse zu verschleiern. Dennoch ist die Rechtslage eindeutig: Wer Gelder aus solchen Transaktionen entgegennimmt, kann sich wegen Geldwäsche gemäß § 261 StGB strafbar machen. Zusätzlich bestehen zivilrechtliche Ansprüche auf Rückzahlung gegenüber den Empfängern.
Rechtliche Bewertung des Vorgehens
Im Kern handelt es sich um Anlagebetrug, da gezielt falsche Informationen eingesetzt werden, um Einzahlungen zu erwirken. Die vorgetäuschten Gewinne dienen ausschließlich dazu, weiteres Kapital zu generieren. Strafrechtlich kommen insbesondere Betrug (§ 263 StGB) sowie Kapitalanlagebetrug (§ 264a StGB in Betracht). Darüber hinaus wird häufig gegen § 32 KWG verstoßen, da Finanzdienstleistungen ohne Genehmigung angeboten werden.
Auch zivilrechtlich ergeben sich Möglichkeiten: Schadensersatz kann unter anderem aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB sowie aus § 812 BGB geltend gemacht werden. Ziel ist stets die Rückführung der verlorenen Gelder.
Vorsicht bei scheinbaren Rückzahlungen
In manchen Fällen werden kleinere Beträge ausgezahlt, um Vertrauen zu stärken und weitere Einzahlungen zu provozieren. Solche Rückflüsse sollten kritisch betrachtet werden, da auch hier rechtliche Risiken – insbesondere im Zusammenhang mit Geldwäsche – bestehen können. Eine rechtliche Prüfung ist daher dringend zu empfehlen.
Was Betroffene jetzt tun sollten
Keine weiteren Überweisungen tätigen, alle Zahlungsnachweise sichern, die Kommunikation vollständig dokumentieren, Anzeige bei den Behörden erstatten und einen spezialisierten Rechtsanwalt einschalten.
So können Sie Ihr Geld zurückfordern
RESCH Rechtsanwälte ist auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Anlagebetrug und Geldwäsche. Betroffene können sich telefonisch unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Kontaktformular melden. Jeder Fall wird individuell geprüft, um konkrete Schritte zur Rückforderung einzuleiten.
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