Oxandor Capital (oxandor-gw.com und gw.oxandor.com) - Betrug!

09.12.2025 110 Mal gelesen Autor: Arthur Wilms
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt vor Angeboten, die unter dem Namen „Oxandor Capital“ über WhatsApp-Gruppen verbreitet werden.

n diesen Gruppen sollen angeblich unter Leitung von „Dr. Andreas Krüger“ sowie weiteren Assistenten Kaufempfehlungen zu Finanzinstrumenten und Kryptowerten ausgesprochen werden. Laut BaFin ist die Existenz dieser Personen nicht verifiziert, und es besteht der Verdacht, dass die Betreiber ohne erforderliche Erlaubnis Finanz-, Wertpapier- und Kryptowerte-Dienstleistungen anbieten.

Als technische Plattform werden dabei insbesondere die Websites
oxandor-gw(.)com und gw.oxandor(.)com genutzt. Nutzerinnen und Nutzer sollen dort angeblich Finanzinstrumente handeln und Kryptowährungen erwerben können. Eine Erlaubnis der BaFin oder eine Beaufsichtigung als regulierter Anbieter liegt nicht vor.

Oxandor Capital  - Rechtliche Einordnung 

Finanz-, Wertpapier- und Kryptowerte-Dienstleistungen dürfen in Deutschland nur erbracht werden, wenn eine behördliche Genehmigung vorliegt. Dies ergibt sich insbesondere aus:

  • § 37 Abs. 4 Kreditwesengesetz (KWG) – öffentliche Verbraucherinformation bei Verdacht unerlaubter Geschäfte
  • § 32 KWG – Erlaubnispflicht für Bank- und Finanzdienstleistungen
  • § 10 Abs. 7 Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG) – Zulassungspflichten für Kryptowerte-Dienstleistungen

Nach den Erkenntnissen der Aufsicht erfüllt „Oxandor Capital“ diese gesetzlichen Anforderungen nicht. Fehlende Genehmigungen bedeuten für Anleger regelmäßig: kein Einlageschutz, keine Marktaufsicht, keine real prüfbaren Verpflichtungen zur Auszahlung.

Oxandor Capital - typische Muster bei scam-artigen Strukturen

Ausfallschilderungen und bekannte Schadensverläufe aus vergleichbaren Fällen zeigen ein wiederkehrendes Risiko- und Betrugsschema:

  • Manipulative WhatsApp-Gruppen mit künstlich erzeugtem „Expertenvertrauen“
  • Versprechen schneller Gewinne, meist mit angeblichen Insider-Strategien
  • Einzahlungen auf Konten unbekannter Drittanbieter ohne prüfbare Bonität
  • Drucksituationen („letzte Chance“, „begrenzte Laufzeit“) zur Einzahlungserhöhung
  • Schein-Kontoentwicklungen – Kontostände können rein simuliert sein
  • Auszahlungsblockaden unter Hinweis auf erforderliche Gebühren, Steuern, „Freischaltungsbeträge“

Wichtig: Selbst wenn vermeintliche Profite im Dashboard angezeigt werden, bedeutet dies keine reale Werthinterlegung. In der Praxis handelt es sich oft um rein grafisch generierte Zahlen, um weitere Zahlungen zu provozieren.

Oxandor Capital - Was Betroffene jetzt tun sollten

Wer bereits investiert oder in Kontakt mit Oxandor-Gruppen steht, sollte unverzüglich:

  1. Kommunikation einstellen und keine weiteren Überweisungen leisten.
  2. Screenshots, Chatverläufe, Kontonummern, Transaktionsdaten sichern.
  3. Eigene Bank kontaktieren und Rückruffähigkeit von Zahlungen prüfen.
  4. Anwalt beauftragen, um Rückforderungswege über Banken oder Zahlungsdienstleister zu prüfen.

 

 

Die Erfahrung zeigt: Zeit ist entscheidend. Je früher Zahlströme identifiziert werden, desto höher die Chance auf Sicherung oder Rückbuchung.

FAQ – Häufige Fragen zu Oxandor-Anfragen

1. Ist Oxandor Capital ein offizieller Broker?
Nein, es liegt keine BaFin-Erlaubnis vor. Dies stellt ein erhebliches Anlagerisiko dar.

2. Ich sehe hohe Gewinne im Account – sind diese real?
In vielen Fällen handelt es sich um simulierte Werte ohne realen Gegenwert.

3. Soll ich „Gebühren“ oder „Steuern“ zahlen, um auszahlen zu können?
Nein. Solche Forderungen sind ein typisches Betrugsmittel und führen meist zu weiterem Verlust.

4. Sollte ich den WhatsApp-Chat verlassen?
Ja. Bleiben Sie nicht im Kontakt – oft erfolgt psychologischer Druck zur Weiterschuldung.

5. Wie schnell kann eine Rückholung funktionieren?
Je schneller reagiert wird, desto besser. Möglich ist dies jedoch nur nach fundierter Prüfung des Einzelfalls.