Unerwartete Mahnungen für vermeintliche Abonnements
Verbraucher wenden sich an uns, wenn sie plötzlich Rechnungen und Mahnungen der Pressevertriebszentrale GmbH & Co. KG (PVZ GmbH). Die PVZ GmbH übernimmt dabei regelmäßig die "Verwaltung des Abonnements" nach einem vermeintlichen Vertragsschluss, der auf verschiedenen Wegen zustande kommen kann.
Auch Sie sind betroffen? Nutzen Sie gerne unsere kostenfreie und unverbindliche Ersteinschätzung per E-Mail. Senden Sie uns erhaltene Zahlungsaufforderungen von der PVZ, vom Inkasso oder von Anwälten: Zum Hilfe-Formular
Wie entstehen diese Abo-Verträge?
Die Abonnements können auf unterschiedliche Weise abgeschlossen worden sein:
- Online-Registrierungen auf Portalen
- Telefonische Gespräche mit Vertriebsmitarbeitern
- Zurückgesendete Postkarten, Briefe oder Prospekte
Die PVZ GmbH verwaltet dabei Abonnements bzw. übernimmt auch die Abrechnung für zahlreiche bekannte Zeitschriften wie Stern, Focus, Brigitte und viele weitere Publikationen.
Als "Auftragsverarbeiter gemäß Art. 28 DSGVO" arbeitet die PVZ GmbH für verschiedene Auftraggeber, für die sie im Folgenden also die Betroffenen „Abonnenten“ kontaktiert.
Schnell raus aus dem Abo? Kündigung als problematischer Ansatz
Eine Kündigung mag zunächst naheliegend erscheinen, birgt jedoch mehrere Nachteile:
- Sie wirkt erst zum Ende der Laufzeit
- Sie tastet nicht die Wirksamkeit des zugrundeliegenden Vertrags an
- Sie könnte als Schuldanerkenntnis gewertet werden
Zahlungsverweigerung und ihre Konsequenzen
Auch das Ignorieren von Mahnungen oder Rückbuchungen von Lastschriften löst das Problem nicht:
- Die Zahlungsverweigerung beendet keinen Vertrag
- Sie führt zu weiteren Mahnverfahren
- Zusätzliche Kosten durch Inkasso und Rechtsanwaltsgebühren drohen
Inkasso-Mahnung von ADU GmbH - Allgemeiner Debitoren- und Inkassodienst
Bei diesem Inkassodienstleister können gestaffelte Kosten je nach Zahlungszeitpunkt gefordert werden:
- Gebühren bei Zahlung innerhalb von 15 Tagen
- Erhöhte Gebühren bei Zahlung bis 30 Tage
- Weitere Kosten für ein mögliches gerichtliches Mahnverfahren
GMI - Gesellschaft für Mahn- und Inkassowesen mbH
Auch hier drohen Fristsetzungen und die Geltendmachung offener Beträge. Zu beachten ist, dass im Rahmen eines Inkasso-Verfahrens regelmäßig weitere Gebühren in Rechnung gestellt werden, die der Betroffene zahlen soll.
Anwaltliche und gerichtliche Schritte als letzte Eskalationsstufe Druckmittel
Bei weiterer Zahlungsverweigerung kann ein anwaltliches Mahnverfahren mit weiteren Gebühren und die Androhung gerichtlicher Schritte folgen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn die Forderung tituliert wird - dann sind Vollstreckungsmaßnahmen wie Kontopfändungen möglich, unabhängig davon, ob die Forderung ursprünglich berechtigt war.
Erhalten Sie einen Mahnbescheid oder Vollstreckungsbescheid, ist aufgrund der laufenden Fristen Eile geboten.
Handlungsempfehlungen für Betroffene
Wenn Sie unerwartete Forderungen der PVZ GmbH erhalten, insbesondere wenn Sie sich an keinen Vertragsabschluss erinnern, sollten Sie nicht ungeprüft zahlen.
Eine rechtliche Ersteinschätzung kann helfen, die nächsten Schritte zu planen und ungerechtfertigten Forderungen effektiv entgegenzutreten.
Sie sind betroffen? Nutzen Sie gerne unsere kostenfreie und unverbindliche Ersteinschätzung per E-Mail. Senden Sie uns einfach erhaltene Mahnungen oder Inkassso-Schreiben: Zum Hilfe-Formular
Rechtsanwalt und Datenschutzbeauftragter (TÜV)