WhatsApp-Gruppe „189€ Arbeitsgruppe“ – Betrug!

05.07.2026 5 Aufrufe Autor: Arthur Wilms
Betrug über WhatsApp!

Der Kanzlei wurde ein Sachverhalt geschildert, in dem ein Betroffener angibt, über die WhatsApp-Gruppe „189€ Arbeitsgruppe“ mit einem Online-Investment in Kontakt gekommen zu sein.

Nach den Angaben des Betroffenen seien innerhalb der Gruppe Informationen und Anleitungen verbreitet worden, die ihn letztlich zu einer Investition auf einer Internetplattform veranlasst hätten. Im weiteren Verlauf habe er versucht, sein angebliches Guthaben auszahlen zu lassen. Nach seiner Schilderung sei eine Auszahlung jedoch nicht erfolgt.

Die Kanzlei weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Darstellung auf den Angaben eines einzelnen Betroffenen beruht. Eine unabhängige Überprüfung des geschilderten Sachverhalts war bislang nicht möglich.

WhatsApp-Gruppen werden zunehmend zur Kontaktaufnahme genutzt

Unabhängig von der konkret genannten Gruppe ist seit geraumer Zeit zu beobachten, dass Messenger-Dienste wie WhatsApp für die Anbahnung von Online-Investments genutzt werden.

Teilweise werden Interessenten in Gruppen eingeladen, in denen angebliche Experten, Coaches oder erfolgreiche Investoren über vermeintlich lukrative Anlagemöglichkeiten berichten. Ziel kann es sein, Vertrauen aufzubauen und den Eindruck zu vermitteln, zahlreiche Teilnehmer würden bereits erfolgreich investieren.

Typischer Ablauf vergleichbarer Sachverhalte

Aus zahlreichen Mandaten im Bereich des Online-Anlagebetrugs ergibt sich häufig ein ähnlicher Ablauf:

  • Aufnahme in eine Messenger-Gruppe;
  • tägliche Nachrichten mit vermeintlichen Marktanalysen oder Erfolgsmeldungen;
  • Präsentation angeblicher Gewinne anderer Teilnehmer;
  • Empfehlung einer bestimmten Handelsplattform;
  • Aufforderung zu einer ersten Einzahlung;
  • spätere Motivation zu weiteren Investitionen.

Ob ein solcher Ablauf auch im Einzelfall vorliegt, muss stets anhand der konkreten Umstände geprüft werden.

Vorsicht bei angeblichem Gruppendruck und Erfolgsberichten

In vergleichbaren Fällen berichten Betroffene, dass innerhalb von Messenger-Gruppen regelmäßig Screenshots angeblicher Gewinne oder Erfolgsgeschichten veröffentlicht werden. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass nahezu alle Teilnehmer hohe Renditen erzielen.

Ob diese Darstellungen authentisch sind oder tatsächlich von unabhängigen Anlegern stammen, lässt sich für Außenstehende häufig nicht überprüfen. Anleger sollten deshalb außergewöhnliche Gewinnversprechen und sozialen Druck innerhalb solcher Gruppen kritisch hinterfragen.

Was Betroffene tun sollten

Wer im Zusammenhang mit einer Messenger-Gruppe Geld investiert hat und anschließend Schwierigkeiten bei einer Auszahlung erlebt, sollte insbesondere:

  • sämtliche Chatverläufe sichern;
  • Namen und Telefonnummern dokumentieren;
  • Screenshots der Gruppe erstellen;
  • Zahlungsbelege aufbewahren;
  • Wallet-Adressen oder Empfängerkonten sichern;
  • keine weiteren Zahlungen leisten, ohne den Sachverhalt sorgfältig prüfen zu lassen.

Eine vollständige Dokumentation kann für die spätere rechtliche Bewertung hilfreich sein.

 

Kanzlei Wilms

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