Corexsolutions.com: FINMA warnt vor Identitätsmissbrauch

26.06.2026 10 Mal gelesen Autor: Arthur Wilms
Vorsicht bei Angeboten der Website

Die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA hat die Website corexsolutions.com in ihre Warnhinweise aufgenommen. Nach den veröffentlichten Informationen steht die Internetseite nicht im Zusammenhang mit der tatsächlich existierenden Corex Management GmbH mit Sitz in Cham, die im Schweizer Handelsregister unter der Nummer CHE-138.234.707 eingetragen ist. Vielmehr weist die FINMA ausdrücklich darauf hin, dass es sich um keinen Internetauftritt dieses Unternehmens handelt.

Gerade Fälle des Identitätsmissbrauchs stellen für Anleger und Investoren ein erhebliches Risiko dar. Betrüger bedienen sich häufig des Namens tatsächlich existierender Unternehmen, um Vertrauen zu schaffen und den Eindruck einer regulären Vermögensverwaltung oder Anlageberatung zu vermitteln. Für Verbraucher ist häufig kaum erkennbar, dass hinter der professionell gestalteten Internetseite tatsächlich völlig andere Personen stehen.

 

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Corexsolutions.com: Warum die FINMA vor der Website warnt

Nach den Angaben der FINMA wird auf der Website corexsolutions.com der Eindruck erweckt, mit der in Cham ansässigen Corex Management GmbH verbunden zu sein.

Dies trifft nach den Feststellungen der Aufsichtsbehörde jedoch gerade nicht zu. Die FINMA stellt ausdrücklich klar, dass die Internetseite in keinerlei Zusammenhang mit der im Schweizer Handelsregister eingetragenen Gesellschaft steht. Zudem weist der Eintrag darauf hin, dass für den Internetauftritt kein Handelsregistereintrag besteht.

Gerade der Missbrauch bestehender Unternehmensidentitäten gehört seit Jahren zu den häufigsten Vorgehensweisen im Bereich des Online-Anlagebetrugs.

Corexsolutions.com: Identitätsmissbrauch als bekannte Betrugsmasche

Anstatt eine vollständig frei erfundene Gesellschaft zu verwenden, greifen Täter häufig auf Namen real existierender Unternehmen zurück.

Der Vorteil aus Sicht der Täter liegt auf der Hand:

  • Handelsregistereinträge lassen sich finden,
  • Unternehmensnamen wirken seriös,
  • Schweizer Standorte genießen bei vielen Anlegern besonderes Vertrauen,
  • professionelle Internetauftritte verstärken den Eindruck einer etablierten Vermögensverwaltung.

Interessenten gehen deshalb häufig davon aus, dass sie tatsächlich mit einem bekannten Finanzunternehmen kommunizieren.

Tatsächlich werden lediglich einzelne Unternehmensdaten übernommen oder leicht verändert, während die Betreiber der Internetseite keinerlei Verbindung zum echten Unternehmen besitzen.

Corexsolutions.com: Professioneller Internetauftritt ersetzt keine Regulierung

Die Website präsentiert sich als Anbieter von Investment- und Beratungsleistungen mit institutionellem Anspruch. Es werden professionelle Texte, Ansprechpartner sowie verschiedene Dienstleistungen dargestellt. Gleichzeitig enthält die Website selbst Hinweise darauf, dass das Unternehmen nicht von der FINMA beaufsichtigt werde.

Ein professioneller Internetauftritt allein sagt jedoch nichts über die Seriosität eines Finanzdienstleisters aus.

Gerade im Bereich von Kapitalanlagen investieren Täter erhebliche Mittel in moderne Webseiten, hochwertige Grafiken und überzeugende Präsentationen, um Vertrauen aufzubauen.

Corexsolutions.com: Typischer Ablauf vergleichbarer Anlagebetrugsfälle

Aus zahlreichen von unserer Kanzlei bearbeiteten Verfahren ergibt sich regelmäßig ein ähnlicher Ablauf.

Interessenten werden zunächst durch Werbung, Empfehlungen oder soziale Netzwerke auf die Plattform aufmerksam.

Nach einer Registrierung erfolgt häufig eine persönliche Kontaktaufnahme durch angebliche Berater oder Investmentexperten.

Diese stellen verschiedene Anlagestrategien vor und werben mit:

  • attraktiven Renditen,
  • professioneller Vermögensverwaltung,
  • exklusiven Investmentmöglichkeiten,
  • individueller Betreuung.

Nach ersten Einzahlungen erhalten Anleger regelmäßig Zugang zu einem Online-Portal.

Dort werden häufig vermeintliche Depotstände, Wertentwicklungen oder Gewinne angezeigt.

Ob tatsächlich entsprechende Investments durchgeführt werden, lässt sich für Anleger regelmäßig nicht überprüfen.

Corexsolutions.com: Auszahlungsprobleme treten häufig erst später auf

Ein wiederkehrendes Muster bei unseriösen Investmentplattformen besteht darin, dass Auszahlungen zunächst angekündigt, später jedoch verzögert werden.

Statt einer Auszahlung werden plötzlich weitere Voraussetzungen genannt.

Hierzu gehören beispielsweise:

  • Steuerzahlungen,
  • Sicherheitsleistungen,
  • AML-Prüfungen,
  • Freischaltungsgebühren,
  • Treuhandkosten,
  • Bearbeitungsgebühren.

Teilweise wird behauptet, diese Zahlungen seien gesetzlich vorgeschrieben oder würden vollständig zurückerstattet.

Geschädigte sollten derartige Forderungen stets kritisch hinterfragen.

Corexsolutions.com: Kryptowährungen erschweren die Nachverfolgung

Viele internationale Anlagebetrugsfälle werden heute über Kryptowährungen abgewickelt.

Anleger erwerben zunächst Bitcoin, Ethereum oder Stablecoins und übertragen diese anschließend auf Wallet-Adressen der Täter.

Obwohl Blockchain-Transaktionen grundsätzlich dauerhaft dokumentiert werden, erschweren internationale Wallet-Strukturen, Mixing-Dienste und Weiterleitungen die Rückverfolgung der Vermögenswerte.

Dennoch lassen sich Zahlungsströme häufig analysieren und für Ermittlungsverfahren dokumentieren.

Corexsolutions.com: Was Betroffene jetzt tun sollten

Wer bereits Geld investiert oder persönliche Daten übermittelt hat, sollte sämtliche Unterlagen sichern.

Hierzu gehören insbesondere:

  • Kontoauszüge,
  • Überweisungsbelege,
  • Wallet-Adressen,
  • Chatverläufe,
  • E-Mails,
  • Screenshots,
  • Vertragsunterlagen,
  • Telefonnummern.

Sollten Banküberweisungen erfolgt sein, empfiehlt es sich, die Hausbank unverzüglich zu kontaktieren und einen Überweisungsrückruf prüfen zu lassen.

Je früher entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden, desto größer können die Chancen sein, noch vorhandene Vermögenswerte zu sichern.

Corexsolutions.com: Welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen?

Ob Ansprüche bestehen, hängt stets vom jeweiligen Einzelfall ab.

Je nach Sachverhalt kommen unter anderem folgende Maßnahmen in Betracht:

  • Durchführung von Überweisungsrückrufen,
  • Anschreiben der Empfängerbanken,
  • Blockchain-Analyse von Kryptowährungen,
  • Strafanzeige,
  • Sicherung digitaler Beweismittel,
  • Prüfung zivilrechtlicher Ansprüche,
  • internationale Rechtshilfe.

Eine frühzeitige rechtliche Prüfung kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn Zahlungen erst vor kurzer Zeit erfolgt sind.

Corexsolutions.com: Fazit

Die Aufnahme von corexsolutions.com in die Warnhinweise der FINMA zeigt, dass Anleger bei Angeboten dieser Website besondere Vorsicht walten lassen sollten. Nach den Angaben der Aufsichtsbehörde besteht kein Zusammenhang zwischen der Website und der tatsächlich existierenden Corex Management GmbH in Cham. Damit liegt ein klassischer Fall eines behaupteten Identitätsbezugs zu einem realen Unternehmen vor, der Anleger zu besonderer Vorsicht veranlassen sollte.

Wer bereits Kontakt mit der Website hatte oder Zahlungen geleistet hat, sollte sämtliche Unterlagen sichern und zeitnah prüfen lassen, welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen.

 

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist corexsolutions.com mit der Corex Management GmbH verbunden?

Nein. Nach den veröffentlichten Angaben der FINMA besteht kein Zusammenhang zwischen der Website und der im Schweizer Handelsregister eingetragenen Corex Management GmbH.

Warum warnt die FINMA?

Die FINMA weist darauf hin, dass die Website nicht mit der echten Gesellschaft verbunden ist und veröffentlicht entsprechende Warnhinweise zum Schutz von Anlegern.

Was sollte ich tun, wenn ich bereits Geld überwiesen habe?

Sichern Sie sämtliche Unterlagen, informieren Sie Ihre Bank und lassen Sie prüfen, ob Rückrufmaßnahmen oder weitere rechtliche Schritte möglich sind.

Kann ein professioneller Internetauftritt Seriosität garantieren?

Nein. Eine modern gestaltete Website oder die Verwendung eines bekannten Unternehmensnamens ersetzt weder eine behördliche Zulassung noch den Nachweis einer tatsächlichen Verbindung zu einem real existierenden Unternehmen.

 

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