Nach der hier ausgewerteten Schilderung sowie nach anwaltlicher Erfahrung bestehen eindeutige Hinweise darauf, dass Mysia real nicht existiert, sondern Teil eines betrügerischen Konstrukts ist. Die App ist inzwischen nicht mehr im Player Store auffindbar, was ein typisches Verhalten betrügerischer Plattformen darstellt, sobald erste Warnungen oder Beschwerden auftreten.
Die Vorgehensweise entspricht bekannten Mustern aus dem Bereich Online-Investmentbetrug und Recovery-Scams.
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Existenz der Plattform: Mysia tritt nicht real am Markt auf
Nach derzeitigem Kenntnisstand handelt es sich bei Mysia nicht um ein real existierendes Unternehmen mit regulärem Geschäftsbetrieb. Weder eine nachvollziehbare Unternehmensstruktur noch ein überprüfbarer operativer Sitz lassen sich belastbar feststellen.
Besonders auffällig:
– die App ist aus dem App-Store entfernt worden
– angebliche Geschäftsadressen wirken bei Prüfung unrealistisch
– an den genannten Standorten existieren keine entsprechenden Unternehmen
– keine überprüfbare Aufsicht oder Regulierung
Dieses Gesamtbild spricht klar gegen einen seriösen Anbieter.
Druck durch angebliche Service- und Freigabegebühren
Der Betroffene schildert, dass wiederholt Servicegebühren gefordert wurden, um angebliche Auszahlungen oder Kontofreigaben zu ermöglichen. Nach konsequenter Zahlungsverweigerung wurden verschiedene Versuche unternommen, die Zahlung dennoch „schmackhaft“ zu machen – ein klassisches psychologisches Druckmittel.
Solche Gebührenforderungen sind kein legitimes Geschäftsmodell, sondern ein zentrales Element betrügerischer Plattformen. In seriösen Investment- oder Tradingstrukturen werden Auszahlungen nicht von zusätzlichen Vorabzahlungen abhängig gemacht.
Verschwundene Ansprechpartner – Kontaktabbrüche als Warnsignal
Als persönliche Ansprechpartnerin trat eine Person mit dem Namen „Hanna/Hannah Bauer“ auf. Inzwischen ist diese Person nicht mehr erreichbar:
– Anrufe außerhalb von WhatsApp ergeben die Ansage, die Nummer sei nicht vergeben
– andere Nummern führen direkt auf eine Mailbox
– eine weitere Kommunikation findet nicht mehr statt
Das plötzliche Verschwinden angeblicher Ansprechpartner ist typisch für Betrugssysteme, sobald Zahlungen ausbleiben oder kritische Fragen gestellt werden.
Reaktion auf Warnhinweise: Abwiegelung und Drohkulisse
Besonders auffällig ist die Reaktion auf bestehende Warnungen. Als der Betroffene die Ansprechpartnerin auf anwaltliche Hinweise ansprach, wurde dies mit der Behauptung abgetan, man wolle der „Stiftung“ schaden und Anwälte würden sich darum kümmern.
Auch dieses Verhalten ist aus vielen Mandaten bekannt:
– Warnungen werden pauschal als „Rufschädigung“ bezeichnet
– rechtliche Schritte werden angedeutet, aber nie konkretisiert
– tatsächliche anwaltliche Schreiben bleiben aus
Ziel ist es, Zweifel zu zerstreuen und weitere Zahlungen zu erzwingen.
Warum Mysia als Betrug einzuordnen ist
Aus anwaltlicher Sicht sprechen zahlreiche objektive Umstände für einen Betrug:
– keine reale, fortbestehende App
– keine überprüfbare Unternehmensstruktur
– unrealistische oder fingierte Adressen
– Zahlungsforderungen ohne Rechtsgrund
– Kontaktabbruch bei Zahlungsverweigerung
– wechselnde oder verschwindende Ansprechpartner
In der Gesamtschau handelt es sich nicht um ein seriöses Investmentangebot, sondern um ein strukturiertes Täuschungsmodell.
Hinweise für weitere Betroffene der Mysia-Plattform
Wer mit Mysia in Kontakt stand oder zur Zahlung aufgefordert wurde, sollte:
– keine weiteren Zahlungen leisten
– sämtliche Chats, Zahlungsaufforderungen und App-Screenshots sichern
– Telefonnummern, Wallets und Kontodaten dokumentieren
– keine neuen Apps oder Fernzugriffe zulassen
– sich nicht durch juristische Drohungen einschüchtern lassen
Weitere Zahlungen führen erfahrungsgemäß nicht zu Auszahlungen.
Fazit: Klare Warnung vor Mysia
Die Mysia-Plattform weist alle wesentlichen Merkmale eines nicht real existierenden, betrügerischen Online-Angebots auf. Das Verschwinden der App, der Ansprechpartner und die aggressiven Zahlungsforderungen sprechen eine eindeutige Sprache.
Vor Mysia muss ausdrücklich gewarnt werden.
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