Plattform „Dukas Global“ betrügt Kunden - Geschädigte berichten!

21.02.2026 40 Mal gelesen Autor: Arthur Wilms
Nach den bisherigen Schilderungen wird Interessenten ein professioneller Kryptohandel mit angeblich außergewöhnlich hohen Renditen in Aussicht gestellt.

Die Kontaktaufnahme erfolgt dabei überwiegend über WhatsApp sowie über soziale Netzwerke.

Nach den bisherigen Schilderungen von Betroffenen wird Interessenten ein professioneller Kryptohandel mit angeblich außergewöhnlich hohen Renditen in Aussicht gestellt. Anleger erhalten Zugang zu einer webbasierten Handelsplattform, auf der binnen kurzer Zeit erhebliche Gewinne ausgewiesen werden. Diese Gewinne sind nach derzeitiger Einschätzung jedoch rein fiktiv.

Besonders problematisch ist, dass Mitarbeiter der Plattform die Installation von Fernwartungssoftware – insbesondere AnyDesk – verlangen. Auf diesem Wege verschaffen sich die Betreiber unmittelbaren Zugriff auf die Computer der Anleger sowie auf deren Online-Banking. Ein solches Vorgehen ist ein starkes Indiz für betrügerische Strukturen.

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Dukas Global – Typisches Vorgehen im Anlagebetrug

Nach übereinstimmenden Berichten werden zunächst kleinere Einzahlungen gefordert. In der Folge zeigen die angeblichen Handelskonten rasch steigende Gewinne mit teilweise sechsstelligen Kontoständen. Sobald Anleger eine Auszahlung verlangen, werden jedoch neue Bedingungen gestellt.

Hierzu zählen unter anderem:

  • angebliche Steuerzahlungen vor Auszahlung
  • „Freischaltungsgebühren“ oder Liquiditätsnachweise
  • Sicherheitsleistungen zur Verifikation
  • zusätzliche Provisionen für Broker

Diese Forderungen erfolgen regelmäßig in immer neuen Stufen. Eine tatsächliche Auszahlung erfolgt nach Erfahrung in vergleichbaren Fällen nicht.

Typischerweise beginnt die Eskalation mit dem Hinweis, dass aufgrund der hohen Gewinne zunächst steuerliche Verpflichtungen erfüllt werden müssten. Den Anlegern wird suggeriert, es handele sich um eine Quellensteuer, Kapitalertragsteuer oder internationale Transferabgabe, die vorab zu entrichten sei, da andernfalls eine Überweisung rechtlich nicht zulässig wäre. Tatsächlich werden Steuern jedoch niemals über private Plattformbetreiber im Voraus eingezogen, sondern ausschließlich durch staatliche Stellen festgesetzt.

Lehnen Betroffene diese Zahlung ab, folgt häufig die nächste Stufe: Es wird behauptet, das Handelskonto müsse „freigeschaltet“ oder „verifiziert“ werden. Hierfür sei ein zusätzlicher Betrag erforderlich, um die Liquidität des Kunden zu bestätigen oder regulatorische Vorgaben einzuhalten. Teilweise wird auch ein angeblicher „Anti-Geldwäsche-Nachweis“ verlangt, der durch eine weitere Überweisung zu erbringen sei. Auch diese Argumentation entbehrt jeder rechtlichen Grundlage.

In anderen Konstellationen wird erklärt, der Broker habe besonders erfolgreich gehandelt und daher Anspruch auf eine erfolgsabhängige Provision. Diese müsse vorab ausgeglichen werden, da das System eine automatische Auszahlung sonst blockiere. Technisch wird dabei auf angebliche Compliance-Mechanismen oder internationale Clearingstellen verwiesen, die es in dieser Form nicht gibt.

Auffällig ist, dass mit jeder Zahlung neue Hindernisse konstruiert werden. Sobald ein Betrag beglichen wurde, taucht eine weitere angebliche Verpflichtung auf. Die Kommunikation erfolgt dabei meist mit erheblichem Zeitdruck. Den Anlegern wird mitgeteilt, das Konto könne gesperrt, Gewinne könnten verfallen oder steuerliche Konsequenzen drohten, wenn die Zahlung nicht kurzfristig erfolge. Dieses Vorgehen dient ersichtlich dazu, rationale Überlegungen zu unterbinden und weiteren Zahlungsdruck aufzubauen.

Parallel hierzu werden die angezeigten Gewinne auf der Plattform häufig nochmals erhöht. Dadurch soll der Eindruck entstehen, dass sich die zusätzlichen Zahlungen lohnen würden, da dem Anleger ein Vielfaches seines Einsatzes zustehe. Tatsächlich handelt es sich bei den dargestellten Kontoständen regelmäßig um rein fiktive Zahlen ohne realen Gegenwert.

In mehreren bekannten Fallkonstellationen wird Betroffenen sogar eine „Teil-Auszahlung“ in Aussicht gestellt, sofern zuvor ein letzter Betrag beglichen werde. Diese angebliche Kulanzmaßnahme stellt sich jedoch regelmäßig als weiteres Druckmittel dar. Nach Zahlung verschiebt sich der Auszahlungszeitpunkt erneut oder es treten neue, zuvor nicht genannte Anforderungen auf.

Charakteristisch ist zudem, dass die Ansprechpartner bei kritischen Nachfragen zunehmend unkooperativ reagieren. Während zu Beginn eine enge und beinahe freundschaftliche Betreuung stattfindet, ändert sich der Tonfall deutlich, sobald Zweifel geäußert oder weitere Einzahlungen verweigert werden. Teilweise wird mit rechtlichen Schritten, Inkasso, Schadensersatzforderungen oder angeblichen Vertragsstrafen gedroht, um zusätzlichen Druck auszuüben.

Aus strafrechtlicher Sicht deutet dieses gestufte Vorgehen auf ein systematisch organisiertes Geschäftsmodell hin, das darauf ausgerichtet ist, Anleger schrittweise zu immer höheren Zahlungen zu bewegen. Die angeblichen Handelsaktivitäten dienen dabei lediglich als Kulisse. Ein realer Kryptohandel findet nach derzeitiger Erfahrung in vergleichbaren Fällen regelmäßig nicht statt.

Zusammenfassend zeigt sich ein klares Muster: Erst werden Vertrauen und vermeintliche Gewinne aufgebaut, anschließend werden unter ständig wechselnden Begründungen weitere Gelder verlangt. Die versprochene Auszahlung bleibt hingegen aus. Wer sich einmal in diesem Kreislauf befindet, sieht sich häufig mit immer neuen Forderungen konfrontiert, ohne dass ein realer Rückfluss der investierten Beträge erfolgt.

Dukas Global - Rechtliche Bewertung

Das gewerbsmäßige Anbieten von Kryptohandel, Anlagevermittlung oder Vermögensverwaltung in Deutschland unterliegt der Erlaubnispflicht durch die BaFin. Liegt eine solche Zulassung nicht vor, handelt es sich um unerlaubte Finanzdienstleistungen. Für Anleger besteht keinerlei aufsichtsrechtlicher Schutz.

Das dargestellte Geschäftsmodell entspricht typischen Mustern des organisierten Online-Investmentbetrugs. Die ausgewiesenen Gewinne dienen in solchen Konstruktionen ausschließlich dazu, Vertrauen aufzubauen und weitere Einzahlungen zu veranlassen.

Dukas Global - Handlungsempfehlung für Betroffene

Anleger sollten keine weiteren Zahlungen leisten und insbesondere keinen Fernzugriff auf ihre Geräte gewähren. Bereits installierte Fernwartungssoftware sollte umgehend entfernt und Passwörter geändert werden. Zudem sollten sämtliche Zahlungsbelege und Kommunikationsverläufe gesichert werden.

In geeigneten Fällen bestehen juristische Ansatzpunkte zur Rückverfolgung von Zahlungsströmen sowie zur Prüfung möglicher Ansprüche gegen beteiligte Zahlungsdienstleister.

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