Es liegen Hinweise darauf vor, dass unter der E-Mail-Adresse a.rizzo@finra-brokercheck.expert sowie unter ähnlich lautenden Absenderadressen Kontakt zu bereits geschädigten Anlegern aufgenommen wird.
Dabei wird der Eindruck erweckt, es handele sich um eine regulatorische Stelle oder eine mit einer Finanzaufsicht verbundene Institution. In den vorliegenden Fällen wird unter Bezugnahme auf angebliche „Compliance-Prüfungen“, „geldwäscherechtliche Bestimmungen“ oder „regulatorische Vorgänge“ ein dringender Abstimmungsbedarf behauptet.
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Typisches Vorgehen
Die Nachrichten weisen regelmäßig folgende Merkmale auf:
- Hinweis auf angebliche interne Überprüfungen
- Bezugnahme auf regulatorische oder geldwäscherechtliche Vorgaben
- Betonung, es handele sich „nicht um einen Vorwurf“
- Aufforderung zur kurzfristigen Kontaktaufnahme
- Druckaufbau durch Formulierungen wie „zeitnah“, „dringend“, „schnellstmöglich“
In vergleichbaren Konstellationen dient dieses Vorgehen dazu, Vertrauen aufzubauen und Betroffene zu weiteren Zahlungen oder zur Herausgabe sensibler Daten zu bewegen. Häufig wird suggeriert, dass Gelder nur nach zusätzlicher „Klärung“, „Freigabe“, „Gebührenzahlung“ oder „Verifikation“ ausgezahlt werden könnten.
Missbräuchliche Bezugnahme auf Aufsichtsbehörden
Die Bezeichnung „FINRA BrokerCheck“ kann bei Empfängern den Eindruck erwecken, es bestehe ein Zusammenhang mit der US-amerikanischen Finanzaufsichtsorganisation Financial Industry Regulatory Authority (FINRA).
Hier ist besondere Vorsicht geboten: Offizielle Aufsichtsbehörden kontaktieren Verbraucher nicht in dieser Form über inoffizielle Domains wie „.expert“ und fordern insbesondere keine Vorabzahlungen zur „Freigabe“ von Geldern.
Risiko des sogenannten „Recovery Scams“
In vielen Fällen handelt es sich um einen weiteren Betrugsversuch gegenüber bereits geschädigten Personen (sogenannter „Recovery Scam“). Dabei geben sich Täter als:
- Aufsichtsbehörden
- Ermittlungsstellen
- Anwaltskanzleien
- Compliance-Abteilungen
- internationale Finanzinstitutionen
aus, um erneut Zahlungen zu erlangen.
Handlungsempfehlung
Empfänger entsprechender Nachrichten sollten:
- nicht auf die E-Mail antworten,
- keine persönlichen Daten übermitteln,
- keine Zahlungen leisten,
- die vollständige E-Mail inklusive Header-Daten sichern,
- gegebenenfalls rechtlichen Rat einholen.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn bereits zuvor Gelder an nicht regulierte Trading-Plattformen oder vermeintliche Broker geflossen sind.
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