Warnung vor Phyxtrade / CRM – Klassischer WhatsApp-Trading-Betrug

10.01.2026 57 Mal gelesen Autor: Arthur Wilms
Kontaktaufnahme „aus dem Nichts“ – erstes zentrales Warnsignal! https://m.mt5phymarkets.com und https://m.phxfx.com/?lang=en#/!

Weder der Name „Phyxtrade“ noch die Domains lassen auf eine behördlich regulierte Handelsplattform schließen.

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Gesteuerte Trades und WhatsApp-Signale

Typisch ist der feste zeitliche Ablauf:

  • konkrete Kauf- oder Verkaufssignale per WhatsApp
  • Gruppendruck innerhalb einer angeblichen „Beginner Gruppe“
  • mehrere Trades pro Woche
  • konstante Gewinne von 5–10 % pro Trade

Solche Renditen sind wirtschaftlich unrealistisch und auf regulierten Märkten nicht dauerhaft erzielbar. Sie dienen ausschließlich dazu, Anleger zu weiteren Einzahlungen zu motivieren.

Provisionsforderung vor Auszahlung – klassische Betrugsstufe

Besonders eindeutig betrügerisch ist die Forderung, 15 % Provision vor Auszahlung zu leisten.

Rechtlich gilt:

  • Provisionen werden bei seriösen Brokern automatisch vom Gewinn abgezogen
  • Eine Vorauszahlung als Bedingung für eine Auszahlung ist unzulässig
  • Nach Zahlung erfolgt in der Regel keine Auszahlung, sondern die nächste Forderung

Diese Stufe markiert regelmäßig den Übergang von der Vertrauensphase zur Abschöpfungsphase.

Erfundene „Finanzabteilung“ und angebliche Ermittlungen

Nach Zahlung der Provision folgt der nächste Eskalationsschritt: Eine Nachricht einer angeblichen „Finanzabteilung“, oft auf Englisch, mit dem Vorwurf von Unregelmäßigkeiten und angeblicher Überprüfung durch Strafverfolgungsbehörden.

Die Forderung, weitere 5 % als „Margin“ oder Sicherheit zu zahlen, dient ausschließlich dem Zweck, weiteres Geld zu erlangen. Eine Rückzahlung erfolgt erfahrungsgemäß nicht.

Totale Funkstille 

Spätestens in diesem Stadium brechen sämtliche Kontakte ab: 

  • Gruppenmitglieder sind nicht erreichbar
  • Telefonnummern funktionieren nicht
  • Keine Reaktion auf Nachfragen

Dies bestätigt aus anwaltlicher Sicht eindeutig, dass es sich um ein organisiertes Täuschungssystem handelt und nicht um reales Trading.

Rechtliche Einordnung

Der geschilderte Sachverhalt erfüllt nach deutscher Rechtslage regelmäßig mehrere Straftatbestände, insbesondere:

  • Betrug (§ 263 StGB)
  • Computerbetrug (§ 263a StGB)
  • Unerlaubte Finanzdienstleistungen
  • Identitätsmissbrauch
  • ggf. Geldwäsche durch Weiterleitung der Einzahlungen

Zivilrechtlich bestehen Ansatzpunkte zur Rückforderung, insbesondere gegenüber beteiligten Zahlungsdienstleistern, abhängig vom Zahlungsweg und Zeitpunkt.

Klare Empfehlung

Betroffene sollten:

  • keine weiteren Zahlungen leisten
  • keinerlei „Sicherheiten“, „Steuern“ oder „Margen“ überweisen
  • sämtliche Chats, Wallet-Adressen, IBANs, Domains und Screenshots sichern
  • den Kontakt vollständig abbrechen
  • zeitnah strafrechtliche und zivilrechtliche Schritte prüfen lassen

     

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Fazit

Der Handel über Phyxtrade / CRM mit Steuerung durch WhatsApp-Kontakte wie „David Fineberg“ weist sämtliche Merkmale eines klassischen Online-Trading-Betrugs auf. Die Kombination aus simulierten Gewinnen, Provisionsforderungen, erfundenen Ermittlungen und zusätzlicher Sicherheitsleistung lässt aus rechtlicher Sicht keinen Zweifel an der Betrugsstruktur.

Je früher rechtlich reagiert wird, desto größer sind die Chancen, Zahlungsströme zu sichern und weitere Schäden zu vermeiden.