Falschanzeige, falsche Verdächtigung und falsche Beschuldigung bei Vergewaltigung und Missbrauch

Fachartikel aus dem Bereich Strafrecht und Justizvollzug - 10.06.2014 - 9.928 mal gelesen, 8 mal kommentiert.
Falschanzeigen bei Vergewaltigung und Missbrauch nehmen stetig zu mit dramatischen Konsequenzen für den Beschuldigten. Der Artikel soll Rat und Hilfe für Opfer falscher Verdächtigung bei Sexualdelikten geben;
Falschanzeige, falsche Verdächtigung und falsche Beschuldigung bei Vergewaltigung und Missbrauch

 Zunehmender Anstieg falscher Vergewaltigungs- und Missbrauchsvorwürfe:

Falschbezichtigungen wegen sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung sind zwar kein neues Phänomen, nehmen aber stetig zu. Das Bayrische Landeskriminalamt zitiert in einer Untersuchung zu Vergewaltigung und sexuelle Nötigung dass deutlich mehr als die Hälfte der angezeigten Sexualstraftaten vorgetäuscht werden.

Es gibt auch keine anderen Straftatbestände bei denen die Häufigkeit einer Falschanzeige so hoch wäre, was noch mehr für die Konsequenzen gilt:

Denn egal ob es zu einer Verfahrenseinstellung wegen offensichtlicher Falschheit oder aber zu einem Freispruch nach einem langwierigen Gerichtsverfahren kommt, die Existenz, das Privatleben und die Familie des Betroffenen stehen nach solchen Vorwürfen nicht selten vor dem Ruin, bei einer Verurteilung eines Unschuldigen den aufgrund der hohen Strafen bei Sexualdelikten langjährige Haft droht ganz zu schweigen.

 

Keine Beweise nötig, Aussage des „Opfers“ reicht für Verurteilung völlig aus:

Gleichwohl Sexualstraftaten wie Vergewaltigung oder Missbrauch so hohe Strafen zur Folge haben (bis zu 15 Jahre!) und man daher meinen könnte, dass ähnlich den Tötungsdelikten die ja ähnlich hohe Freiheitsstrafen zur Folge haben daher genau so aufwendig recherchiert und ausgewertet werden müssten, reicht in Sexualverfahren eine einzige bloße Aussage des vermeintlichen Opfers. Dies liegt daran, das zum einen Sexualstraftaten sog. heimliche Delikte sind, also selten Zeugen anwesend sind und sich Beweismittel wie DNA-Spuren oder Handyauswertungen plausibel erklären lassen, zum anderen, dass es für die richterliche Überzeugungsbildung völlig ausreicht, wenn ein Zeuge, also das Opfer, glaubhaft von einer Tat berichten kann. Es ist nämlich ein weit verbreiteter Irrglaube zu denken, dass bei Aussage gegen Aussage eine Pattsituation vorläge die zu einem Freispruch in dubio pro reo also im Zweifel für den Angeklagten führen müsse! Nicht der Täter, die Presse oder Dritte müssen nämlich Zweifel haben, sondern nur ein Richter oder das Gericht! Hat ein Richter / Gericht aber erst keine Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Opfers ist man schneller verurteilt als man glauben möchte.

 

Leichtgläubigkeit und vorschnelle Urteilsbildung von Polizei und Gerichten zu Gunsten von Opfern:

Erschwerend hinzu kommt, dass es den vermeintlichen Opfern von Sexualdelikten ungemein leicht gemacht wird, vorschnell Glauben geschenkt zu bekommen und damit den falsch Bezichtigten in massive Probleme zu bringen. Denn es hat sich bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht eine regelrechte Opfermentalität herausgebildet, sodass derjenige der behauptet Opfer einer Straftat zu sein vorschnell von den Strafverfolgungsbehörden als Opfer gesehen wird. So hört man bei der Befragung in Vergewaltigungs- und Missbrauchsprozessen fast immer den Satz: „Ich weiß dass das jetzt schwer für sie ist und unangenehm aber ich muss Sie das jetzt fragen“: Dabei weiß der Vernehmende, si es der Richter Polizist oder Staatsanwalt doch zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht ob der Zeuge vor ihm wirklich Opfer einer Sexualtat geworden ist?!

 

Psychisch bedingte Ursachen häufigster Grund für Falschbezichtigungen:

Interessanter Weise sind es aber nicht einmal die gezielten, absichtlichen Falschbezichtigungen, sei es aus Rache oder um einen Vorteil zu erlangen (In 40 % aller Sorgerechtsstreitigkeiten wird der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs erhoben. 95 % der in Sorgerechtsstreitigkeiten erhobenen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs erweisen sich als falsch), sondern ganz oft Konflikte in Familie und Partnerschaft, das Verschleiern sexueller Beziehungen, Peinlichkeitsgefühle sowie das Bedürfnis, sich wichtigzumachen, Mitleid beziehungsweise Aufmerksamkeit zu erregen oder psychisch bedingte Falschbeschuldigungen, die das Aufdecken der Unwahrheit noch ungemein schwerer machen. (Die Hälfte der Frauen, die eine Falschbeschuldigung machten, hatten psychische Probleme.) Gerade im Rahmen der Suggestion oder dem Glauben einem Missbrauch / Vergewaltigung erlegen zu sein sind auch die Methodik der sog. Aussagepsychologie schnell Grenzen gesetzt. Denn wo der Lügende mit hohem Aufwand (immerhin ist eine meist mehrtägige Exploration des vermeintlichen Opfers nebst psychologischer Begutachtung nötig) noch Hoffnung auf ein Enttarnen der Lüge zulässt, ist dies bei der Suggestion und Autosuggestion, als in Fällen in denen das vermeintliche Opfer tatsächlich glaubt vergewaltigt oder missbraucht worden zu sein obwohl dies faktisch oder juristisch gesehen nie der Fall war, kaum möglich.

Hier kann man sich letztlich nur noch juristischer „Tricks“ behelfen, in denen man vermeintliche Sexual-Opfer so oft wie nur irgend möglich zu protokollierten Aussagen „zwingt“, viel Recherchearbeit im Umfeld und der Vergangenheit des Opfers betreibt und etwaige Suggestionsherde aufzudecken.

 

Im Falle des sexuellen Missbrauchs durch den Vater ist es nicht selten die Suggestion der Mutter, die dazu führt das kleine Kinder plötzlich von Sachverhalten erzählen die einen Missbrauch nahe legen. Wird nämlich ein Vater während eines Sorgerechtsstreit beschuldigt, ein Kind missbraucht zu haben, ist er zunächst zu 100 % das Sorgerecht und auch das Umgangsrecht los. Stellen sich die Anschuldigungen später als unzutreffend und haltlos heraus, dann ist das Kind dem Vater schon entfremdet. Und die Suggestion der Mutter lässt sich fast nie nachweisen!

Umgekehrt ist es im falle der Vergewaltigung oft so, dass sich Frauen im Zuge von Trennung oder erstmaligen Sexualkontakten (klassischer Weise beim One Night Stand) überrumpelt und ausgenutzt fühlen und tatsächlich der Auffassung sind einer strafbaren Handlung unterlegen zu sein die juristisch aber eben nicht strafbar ist.

In solchen Fällen tut dann oftmals die Polizei ihr übriges dazu mit Suggestivfragen und anders protokollierten Antworten das Gewaltmoment des Beischlafs herauszuarbeiten um so zum Tatbestand einer Vergewaltigung zu gelangen.

 

Die Gefahr für Männer, Opfer weiblicher Falschbeschuldigung in Tateinheit mit freier Beweiswürdigung durch die Gerichte zu werden, ist also erheblich. Und wenn man hier nicht sofort und richtig handelt, ist die Gefahr umso größer unschuldig angeklagt und im schlimmsten falle sogar unschuldig zu eine langjährigen Haftstrafe verurteilt zu werden. An entsprechenden Beispielen fehlt es hierbei nicht, denke man niur an den tragischen fall des Lehrers Horst Arnold der 5 Jahre seines Lebens unschuldig im Gefängnis saß weil ihn eine psychisch auffällige Kollegin nachweislich falsch beschuldigt hatte! Weiter prominente Beispiele wie Andreas Türk oder Jörg Kachelmann stellen nur die Speerspitze solcher Fälle dar!

  

Was also tun wenn man fälschlicher Weise verdächtigt wird?

 

So banal es klingt: Sofort einen spezialisierten Anwalt aufsuchen.

Auch hier gibt es mit Kachelmann ein prominentes Beispiel dafür wie wichtig die Wahl des richtigen Anwaltes ist. Denn Sexualstrafverfahren laufen nach einem ganz anderen Muster als die meisten übrigen Strafverfahren ab. Nirgends ist die Arbeit im Vorverfahren also noch lange bevor es überhaupt zu einer Gerichtsverhandlung kommt so wichtig wie im Sexualstrafrecht. Wie oben gezeigt muss darauf hingewirkt werden das Opfer frühzeitig widerholt zu vernehmen, psychologische Gutachten zu beantragen und im Umfeld des Opfers zu recherchieren. Nicht selten führen juristisch fundierte Verteidigungsschriftsätze bereits zur Einstellung des Verfahrens, weil hier bereits Aussagen widerlegt und juristische Voraussetzungen herausgearbeitet werden. (In unserer Kanzlei werden etwa 70 % aller Sexualstrafverfahren nach Erstellen einer solchen Verteidigungsschrift eingestellt!).

 

Das Wichtigste ist es also, den Vorwurf eines Sexualdeliktes sehr ernst zu nehmen, auch wenn man zu 100 % weiß, dass dieser erstunken und erlogen ist. Denn wie oben gezeigt genügt die bloße Aussage eines vermeintlichen Opfers um einen Unschuldigen hinter Gitter zu bringen – so reißerisch das auch klingt – es ist so! Da Vergewaltigung und Missbrauch hohe Haftstrafen im Falle einer Verurteilung nach sich ziehen werden Beschuldigte oftmals in Untersuchungshaft genommen, sodass man schon in Haft sitzt eh man überhaupt verurteilt worden ist und sich ein Gericht mit Schuld oder Unschuld sachlich befasst hat!

 

Sobald man einen spezialisierten Fachanwalt für Strafrecht gefunden hat, wird dieser Akteneinsicht nehmen. Bevor dies passiert, darf auf keinen Fall eine Aussage gemacht werden. Wichtig dabei ist, dass man mit niemandem über die Vorwürfe redet, denn jede dritte Person, mit der über den Vorwurf gesprochen wird, kommt als Zeuge (vom Hörensagen) in Betracht und kann von Polizei und Gericht hierzu vernommen werden.

 

Der Anwalt wird dann die Akten gemeinsam mit dem Mandanten durchgehen und auf Widersprüche hin überprüfen und in geeigneten Fällen die Version des Mandanten zu Protokoll nehmen und der Staatsanwaltschaft übermitteln. Des Weiteren wird er darauf hinwirken möglichst viele Vernehmungen des vermeintlichen Opfers zu veranlassen sei es durch nochmalige polizeiliche Vernehmung oder der Beantragung staatsanwaltschaftlicher oder ermittlungsrichterlicher Vernehmungen sowie im Rahmen einer psychologischen Begutachtung. Nicht selten finden sich auch im rahmen einer tiefgreifenden Recherche des Umfeldes des Opfers Anhaltspunkte für entlastende Umstände, sei es auf Grund bereits aufgetretener psychischer Auffälligkeiten, dem berichteten Hang zu Übertreibungen oder durch umfassender Analyse sozialer Medien wie z.B. Facebook, SMS und WhatsAPP.

In der Regel wird der Anwalt dann einen sog. Verteidigungsschriftsatz erstellen, anhand dessen der Staatsanwaltschaft die tatsächlichen wie rechtlichen Umstände aufgezeigt werden die gegen die Version des Opfers sprechen. Sollte das Verfahren daraufhin nicht eingestellt werden, gibt es immer noch im sog. Zwischenverfahren die Möglichkeit das erkennende Gericht auf alle Umstände hinzuweisen die gegen eine etwaige Verurteilung sprechen. Lässt das Gericht allerdings eine Anklage der Staatsanwaltschaft zu bleibt nichts anderes übrig als mit allen juristischen Mitteln für den Freispruch zu kämpfen. Hierbei muss in geeigneten Fällen z.B. darauf hingewirkt werden- soweit dies noch nicht geschehen ist – ein Glaubwürdigkeitsgutachten einzuholen, mit entsprechender Vernehmungstechnik etwaige Widersprüche aufzudecken und alle nur denkbaren Beweismittel einzubringen die ein Gericht an der Version des Opfers zweifeln lassen könnten.

  

Strafverfahren sind eine große Belastung und oftmals mit schwerwiegenden rechtlichen aber vor allem auch privaten Konsequenzen verbunden.

Daher empfiehlt es sichvor einer Aussage bei der Polizei unbedingt einen spezialisierten Anwalt zu Rate zu ziehen,um verfahrensentscheidende Nachteile zu verhindern! In Strafverfahren muss der Anwalt nämlich vor einer etwaigen Aussage immer zunächst Einsicht in die Ermittlungsakten nehmen, um dann das weitere Vorgehen mit dem Mandanten abstimmen und ggf. entscheiden zu können, ob und wie für den Mandanten weiter vorgegangen wird - immer mit Blick auf das bestmögliche Ergebnis.

Eine gute anwaltliche Vertretung setzt neben einem Höchstmaß an fachlicher Kompetenz vor allem ein besonderes persönliches Engagement und Erfahrung im Umgang mit Polizei, Staatsanwaltschaft und vor allem Gericht voraus.

Wir sind ein Team von hoch spezialisierten Anwälten mit langjähriger Erfahrung und teils nebenberuflicher universitärer Tätigkeit. Durch unsere enge Spezialisierung können wir unseren Mandanten optimale Leistungen und eine bestmögliche strafrechtliche Vertretung garantieren. Innerhalb des Strafrechts hat jeder unserer Anwälte noch einmal besondere Schwerpunkte gelegt und verfügt somit über hoch spezialisiertes Fachwissen. Gemeinsam und im intensiven Austausch untereinander, bei dem jeder sein besonderes Wissen einbringt, können wir für unsere Mandanten die bestmögliche Ausgangssituation erzielen. Wir setzen uns so vom ersten Tag der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen für unsere Mandanten ein und erzielt dadurch regelmäßig außergewöhnlich gute Ergebnisse.


Da es uns wichtig ist, dass Sie sich bereits vorab ein umfassendes Bild von uns machen und uns unverbindlich kennen lernen können, kontaktieren Sie uns jederzeit und unverbindlich per E-Mail unter anwalt@sexualrecht.de oder rufen Sie uns unter Tel: 089/ 74 00 44 95 an und wir informieren Sie über Optionen zum weiteren Vorgehen, die Kosten und natürlich auch über strafrechtliche Möglichkeiten im Rahmen einer anwaltlichen Vertretung.

 

Es gibt individuelle Falschbeschuldigungen und gesellschaftliche Falschbeschuldigungen: Feministinnen erfinden hohe Opferzahlen und wollen am liebsten alle Männer pauschal schuldig sprechen (in den USA soll jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben vergewaltigt worden sein - in Wahrheit ist es eine von acht).

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Autor: Spötter Datum: 11.08.2014, 10:24

Im meinem Umgangsverfahren im Jahr 2005 wurde ich von meiner Frau des Mißbrauchs meiner 3 jährigen Tochter beschuldigt. Nach anschließender Hausdurchsuchung, Umgangsaussschluss für 9 Monaten wurde ich nicht mangels sondern wegen Beweisen freigesprochen. Das Gericht wies die Staatsanwaltschaft an, meine gesamten Kosten zu übernehmen. Die Staatsanwältin wurde abgelöst. Die Mutter legte Beschwerde ein. Die neuerliche Entscheidung des neuen Staatsanwalts kam nach weiteren sieben Monaten zu dem Ergebnis, daß die Vorwürfe alles Suggestionen der Mutter sind, und wies dies Beschwerde zurück. Meine Tochter verweigerte anschließend den Umgang. Das ist nach 1,5 Jahren Umgangsausschluß und Suggestion nicht verwunderlich Das Familiengericht sprach zum Schutz des Kindes ein Umgangsverbot gegen mich aus aus und entzog mir das Sorgerecht. Ja, lieber Leser, Sie haben richtig gelesen: Familienrecht gesprochen am OLG Stuttgart im Jahr 2008. Gedanken hierüber sind frei im Lande Schillers...

Die Möglichkeit des Vorwurfs des Mißbrauchs ist eine Einladung zum Mißbrauch des Mißbrauches. Wie können sich Rechtsorgane nur so mißbrauchen lassen. Pfui!

Mit freundlichen Grüßen vom Spötter über den Familiensenat am OLG Stuttgart

Autor: MNK Datum: 27.06.2014, 22:24

@ Strafakte.de "95% Falschbeschuldigungen bei SR-Fällen"

Ich glaube Sie träumen. Haben Sie schon mal was vom GewSchG gehört? Können Sie sich vorstellen, dass die Möglichkeiten dieses Gesetzes als Erstschlagswaffe in SR-Streitigkeiten genutzt werden? Ich hab´s selbst erlebt! Ohne einen Tatsachenbeweis kann eine Frau sonstwas behaupten und während der Mann mit dem GewSchG niedergemacht wird, läuft parallel das SR-/ABR- u. Umgangsverfahren. Weil der Mann "gewalttätig" ist, bekommt die Frau das ABR u. die Alltagssorge. Wenn das 1/2 Jahr GewSchG-Rausschmiss rum ist und sich herausstellt, dass das Weib gelogen hat, dann wird das ABR etc. NICHT wieder korrigiert, sondern dann greift das Kontinuitätsprinzip.

Lesen Sie sich einmal ein:

www.frauengewalt.fall.vn/falschbeschuldigung.html
www.missbrauchgewaltschutzgesetz.fall.vn
www.zahlvaeter.fall.vn

... und besuchen Sie auch mal die Links, falls Sie meinen, das wären nur "bedauerliche Einzelfälle".

Autor: Horst Schmeil Datum: 23.06.2014, 22:25

Die sicherste Methode zur Verteidigung bei derartigen Delikten ist die Teilnahme an einem Polygraphentest als Beschuldigter. Das Landgericht Chemnitz hat im März 2013 einen Mann freigesprochen, nachdem die Kriterien für die Erstwellung eines solchen Tests festgelegt wurden. Es ist unverständlich - aber wegen der hohen Kosten anderer Verfahren, die der angebliche Täter zu tragen hat verständlich - dass diese sichere Methode nicht verwendet wird.
Horst Schmeil

Autor: Strafakte.de Datum: 21.06.2014, 17:06

Nein, es gibt keine Quelle dazu, dass angeblich 95% der in Sorgerechtsstreitigkeiten erhobenen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs sich als falsch erweisen würden. Das ist eine „urban legend“, die man überall im Internet lesen kann und von den Autoren dieses Artikels offenbar blind übernommen wurde.

Es wird als Quelle oft ein Aufsatz von Siegfried Willutzki, Familienrichter und Vorsitzender des Familiengerichtstages aus der FamRZ 2002/2 herangezogen. Nimmt man den Jahresband FamRZ 2002 zur Hand, stellt man fest, dass ein solcher Artikel nie erschienen ist. Es handelt sich um eine Fehlinformation, die einfach blind abgeschrieben wird, ohne die Originalquelle heranzuziehen.

Autor: dirk Datum: 15.06.2014, 15:35

Danke für diesen Beitrag. Eine kleine Sache hätte ich noch. Sie schreiben:
"in den USA soll jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben vergewaltigt worden sein - in Wahrheit ist es eine von acht"

Meines Erachtens geht es da nicht um Vergewaltigung, sondern darum, dass "jede dritte Frau" irgendwann einmal in ihrem Leben "Gewalt" erfahren hat. Dabei wird nach meiner Erkenntnis der Gewaltbegriff so weit gefasst, dass bereits Anschreien und wütendes Wegschubsen dazu gezählt wird. Wenn im Durchschnitt jede 8. Frau in den USA ein Mal in ihrem Leben vergewaltigt werden würde, müssten jährlich (wenn ich richtig überschlagen habe) mindestens 250.000 Frauen vergewaltigt werden. Das ist aber mit Sicherheit nicht der Fall, sonst wäre aber - zu Recht - etwas los!

Autor: Heinz Datum: 14.06.2014, 18:58

"Vernehmende, si es"
--> sei
"Autosuggestion, als in"
--> also

Autor: Manoel Mooren Datum: 14.06.2014, 00:56

Den Inhalt der ersten Haelfte Ihres guten, voellig zutreffenden Artikels betreffend, haette ich eigentlich nur eine Frage:
Macht sich eigentlich irgendjemand Gedanken darueber, wie und warum es zu dieser unglaublichen Paedohysterie im Verlauf der letzten dreissig Jahre gekommen ist? Welche Ursachen und auch welche...hm...'in Szene setzenden' Personen bzw. Fraktionen fuer diese ungeheure Eskalation und die damit verbundene nahezu bereits automatische ihn kriminalisierende Vorverurteilung bzw. Diffamierung des Mannes als Solchem sowie des Mannes in diversen Funktionen (Familienvater; Familienangehoeriger; Paedagoge, Erzieher, Kindergaertner etc.) verantwortlich sind? Und...weshalb versucht niemand ernsthaft, vor Allem die unverantwortliche Hetze der Medien, die ganz offensichtlich nicht Willens sind, auf die pauschale Gleichsetzung von Missbrauchern und paedophilen Menschen in Ihrer Berichterstattung zu verzichten und damit eine komplette Randgruppe der Gesellschaft (die zudem noch nicht gerade klein ist!) in absoluten Misskredit zu bringen, gleich, ob ihre Angehoerigen tatsaechlich etwas angestellt haben oder nicht, zu verhindern oder zumindest lautstark zu kritisieren? Denn...zumindest in meinen Augen traegt das unverantwortliche Verhalten der Medien in dieser Sache einen mithin gewaltig grossen Anteil der Schuld an der Entwicklung und natuerlich auch den gesellschaftlichen Konsequenzen dieser unsaeglichen Hysterie, die sich - wie Sie sehr schoen beschrieben haben - auch vor den Ordnungskraeften und der Justiz (von der Politik, die sich eh nur nach den Stammtischen richtet, will ich voellig schweigen!) nicht zurueckhaelt und dort bizarrste Blueten treibt.
Ok...sorry...zwei Fragen waren es...^^

Bagoas

Autor: Christian - Alles Evolution Datum: 13.06.2014, 13:58

"(In 40 % aller Sorgerechtsstreitigkeiten wird der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs erhoben. 95 % der in Sorgerechtsstreitigkeiten erhobenen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs erweisen sich als falsch),"

Gibt es da ne Quelle zu?