BVerfG, 04.11.2014 - 2 BvR 893/12 - Umfang der Aufklärungspflicht eines Versicherers im Policenmodell

Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 04.11.2014, Az.: 2 BvR 893/12
Gericht: BVerfG
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 04.11.2014
Referenz: JurionRS 2014, 34565
Aktenzeichen: 2 BvR 893/12
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

OLG Köln - 11.05.2012 - AZ: 20 U 18/12

OLG Köln - 13.07.2012 - AZ: 20 U 70/12

OLG Köln - 16.03.2012 - AZ: 20 U 202/11

OLG Köln - 16.03.2012 - AZ: 20 U 202/11

Rechtsgrundlagen:

Art. 267 Abs. 3 AEUV

§ 5a Abs. 1 S. 1 VVG

In den Verfahren über die Verfassungsbeschwerden
1. der Frau W...,
- Bevollmächtigte: Anwaltskanzlei Zuck, Vaihinger Markt 3, 70563 Stuttgart -
gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Köln vom 16. März 2012 -20 U 202/11 -
-2 BvR 892/12 -,
2. des Herrn N...,
- Bevollmächtigte: Anwaltskanzlei Zuck, Vaihinger Markt 3, 70563 Stuttgart -
gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Köln vom 16. März 2012 -20 U 256/11 -
-2 BvR 893/12 -,
3. des Herrn W...,
- Bevollmächtigte: Anwaltskanzlei Zuck, Vaihinger Markt 3, 70563 Stuttgart -
gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Köln vom 13. Juli 2012 -20 U 70/12 -
-2 BvR 1969/12 -,
4. der Frau T...,
- Bevollmächtigte: Anwaltskanzlei Zuck, Vaihinger Markt 3, 70563 Stuttgart -
gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Köln vom 11. Mai 2012 -20 U 18/12 -
hat die 3. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch
die Richter Huber,
Müller,
Maidowski
am 4. November 2014 einstimmig
beschlossen:

Tenor:

Die Verfahren werden zur gemeinsamen Entscheidung verbunden.

Die Urteile des Oberlandesgerichts Köln vom 16. März 2012 - 20 U 202/11 und - 20 U 256/11 -, vom 11. Mai 2012 - 20 U 18/12 - sowie vom 13. Juli 2012 - 20 U 70/12 - verletzen die Beschwerdeführerinnen und Beschwerdeführer jeweils in ihrem grundrechtsgleichen Recht aus Artikel 101 Absatz 1 Satz 2 des Grundgesetzes. Sie werden aufgehoben. Die Sachen werden an das Oberlandesgericht Köln zurückverwiesen.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat den Beschwerdeführerinnen und Beschwerdeführern ihre notwendigen Auslagen zu erstatten.

Der Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit für das Verfassungsbeschwerdeverfahren wird in dem Verfahren 2 BvR 892/12 auf 16.000 € (in Worten: sechzehntausend Euro) und in den übrigen Verfahren auf jeweils 12.000 € (in Worten: zwölftausend Euro) festgesetzt.

Hinweis: Das Dokument wurde redaktionell aufgearbeitet und unterliegt in dieser Form einem besonderen urheberrechtlichen Schutz. Eine Nutzung über die Vertragsbedingungen der Nutzungsvereinbarung hinaus - insbesondere eine gewerbliche Weiterverarbeitung außerhalb der Grenzen der Vertragsbedingungen - ist nicht gestattet.

Diese Artikel im Bereich Zivilrecht, Prozess und Zwangsvollstreckung könnten Sie interessieren

Zum Schadensersatz aus Amtspflichtverletzung wegen vergeblicher Anreise zu Gerichtstermin

Zum Schadensersatz aus Amtspflichtverletzung wegen vergeblicher Anreise zu Gerichtstermin

LG Bamberg: Amtspflichtverletzung, wenn Ladung zum Termin bewirkt wird, obwohl erkennbar ist, dass Ladungsfrist nicht eingehalten werden kann mehr

V PLUS FONDS (V+) – GESELLSCHAFTERVERSAMMLUNG AM 13.2.2017

V PLUS FONDS (V+) – GESELLSCHAFTERVERSAMMLUNG AM 13.2.2017

München, 15.02.2017 – Am 13.02.2017 fanden in München die ordentlichen Gesellschafterversammlungen der V + GmbH & Co. Fonds 1 KG und der V + GmbH & Co. Fonds 2 KG statt. mehr

Kein Schmerzensgeld bei Körperverletzung durch rechtmäßige Polizeimaßnahme

Kein Schmerzensgeld bei Körperverletzung durch rechtmäßige Polizeimaßnahme

OLG Frankfurt: Schmerzensgeld setze Bestehen eines Schadensersatzanspruchs voraus. Der allein in Betracht kommende Aufopferungsanspruch sei aber kein Anspruch auf Schadensersatz mehr