§ 38 HOAI 1991, Honorartafel für Grundleistungen bei Flächennutzungsplänen

§ 38 HOAI 1991
Verordnung über die Honorare für Leistungen der Architekten und der Ingenieure (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure)
Bundesrecht

Teil V – Städtebauliche Leistungen

Titel: Verordnung über die Honorare für Leistungen der Architekten und der Ingenieure (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure)
Normgeber: Bund
Redaktionelle Abkürzung: HOAI 1991
Gliederungs-Nr.: 402-24-8-2-1
Normtyp: Rechtsverordnung

(1) Die Mindest- und Höchstsätze der Honorare für die in § 37 aufgeführten Grundleistungen bei Flächennutzungsplänen sind in der nachfolgenden Honorartafel festgesetzt.

Honorartafel zu § 38 Abs. 1

AnsätzeZone IZone IIZone IIIZone IVZone V
 vonbisvonbisvonbisvonbisvonbis
VEEuroEuroEuroEuroEuro
      
5.0009461.0631.0631.1861.1861.3041.3041.4271.4271.544
10.0001.8972.1322.1322.3672.3672.6082.6082.8432.8433.078
20.0003.0323.4103.4103.7893.7894.1724.1724.5504.5504.929
40.0005.3075.9725.9726.6376.6377.2967.2967.9617.9618.625
60.0007.2048.1048.1049.0049.0049.8999.89910.79810.79811.698
80.0008.89610.01110.01111.12111.12112.23512.23513.34513.34514.459
100.00010.35411.64711.64712.94612.94614.23914.23915.53815.53816.832
150.00013.64115.34915.34917.05217.05218.75918.75920.46220.46222.170
200.00016.42318.47818.47820.52820.52822.58422.58424.63424.63426.689
250.00018.94821.31621.31623.68823.68826.05526.05528.42828.42830.795
300.00021.60224.30224.30227.00127.00129.70129.70132.40132.40135.100
350.00024.31727.35927.35930.39630.39633.43833.43836.47636.47639.518
400.00026.27529.55829.55832.84032.84036.12836.12839.41039.41042.693
450.00027.85031.33231.33234.81434.81438.30138.30141.78341.78345.265
500.00029.68033.39233.39237.10437.10440.81140.81144.52344.52348.235
600.00032.59036.66536.66540.74040.74044.81044.81048.88548.88552.960
700.00034.48738.79738.79743.10743.10747.42247.42251.73351.73356.043
800.00036.38440.92940.92945.47445.47450.02550.02554.57054.57059.116
900.00037.51342.20242.20246.89646.89651.58451.58456.27856.27860.966
1.000.00039.16044.05344.05348.95148.95153.84453.84458.74258.74263.635
1.500.00043.57749.02349.02354.47354.47359.91859.91865.36965.36970.814
2.000.00045.47451.16051.16056.84556.84562.52662.52668.21168.21173.897
3.000.00049.26355.41955.41961.58061.58067.73667.73673.89773.89780.053

(2) Die Honorare sind nach Maßgabe der Ansätze nach Absatz 3 zu berechnen. Sie sind für die Einzelansätze der Nummern 1 bis 4 gemäß der Honorartafel des Absatzes 1 getrennt zu berechnen und zum Zwecke der Ermittlung des Gesamthonorars zu addieren. Dabei sind die Ansätze nach Nummern 1 bis 3 gemeinsam einer Honorarzone nach § 36a zuzuordnen; der Ansatz nach Nummer 4 ist gesondert einer Honorarzone zuzuordnen.

(3) Für die Ermittlung des Honorars ist von folgenden Ansätzen auszugehen:

  1. 1.

    nach der für den Planungszeitraum entsprechend den Zielen der Raumordnung und Landesplanung anzusetzenden Zahl der Einwohner

    je Einwohner10 VE,
  2. 2.

    für die darzustellenden Bauflächen

    je Hektar Fläche1.800 VE,
  3. 3.

    für die darzustellenden Flächen nach § 5 Abs. 2 Nr. 4 des Baugesetzbuchs sowie nach § 5 Abs. 2 Nr. 5, 8 und 10 des Baugesetzbuchs, die nicht nach § 5 Abs. 4 des Baugesetzbuchs nur nachrichtlich übernommen werden sollen,

    je Hektar Fläche1.400 VE,
  4. 4.

    für darzustellende Flächen, die nicht unter die Nummern 2 oder 3 oder Absatz 4 fallen, zum Beispiel Flächen für Landwirtschaft und Wald nach § 5 Abs. 2 Nr. 9 des Baugesetzbuchs

    je Hektar Fläche35 VE.

(4) Gemeindebedarfsflächen und Sonderbauflächen ohne nähere Darstellung der Art der Nutzung sind mit dem Hektaransatz nach Absatz 3 Nr. 2 anzusetzen.

(5) Liegt ein gültiger Landschaftsplan vor, der unverändert zu übernehmen ist, so ist ein Ansatz nach Absatz 3 Nr. 3 für Flächen mit Darstellungen nach § 5 Abs. 2 Nr. 10 des Baugesetzbuchs nicht zu berücksichtigen; diese Flächen sind den Flächen nach Absatz 3 Nr. 4 zuzurechnen.

(6) Das Gesamthonorar für Grundleistungen nach den Leistungsphasen 1 bis 5, das nach den Absätzen 1 bis 5 zu berechnen ist, beträgt mindestens 2.300 Euro. Die Vertragsparteien können abweichend von Satz 1 bei Auftragserteilung ein Zeithonorar nach § 6 schriftlich vereinbaren.

(7) Ist nach Absatz 3 ein Einzelansatz für die Nummern 1 bis 4 höher als 3 Millionen VE. so kann das Honorar frei vereinbart werden. Wird ein Honorar nicht bei Auftragserteilung schriftlich vereinbart, so ist das Honorar als Zeithonorar nach § 6 zu berechnen.

(8) Wird ein Auftrag über alle Leistungsphasen des § 37 nicht einheitlich in einem Zuge, sondern für die Leistungsphasen einzeln in größeren Zeitabständen ausgeführt, so kann für den damit verbundenen erhöhten Aufwand ein Pauschalhonorar frei vereinbart werden.

(9) Für Flächen von Flächennutzungsplänen nach Absatz 3 Nr. 2 bis 4, für die eine umfassende Umstrukturierung in baulicher, verkehrlicher, sozioökonomischer oder ökologischer Sicht vorgesehen ist, kann ein Zuschlag zum Honorar frei vereinbart werden.

(10) § 20 gilt sinngemäß.

(1) Red. Anm.:
Außer Kraft am 18. August 2009 durch § 56 Satz 2 der Verordnung vom 11. August 2009 (BGBl. I S. 2732). Zur weiteren Anwendung s. § 55 der Verordnung vom 11. August 2009 (BGBl. I S. 2732).

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