§ 342 FamFG, Begriffsbestimmung

§ 342 FamFG
Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)
Bundesrecht

Buch 4 – Verfahren in Nachlass- und Teilungssachen → Abschnitt 1 – Begriffsbestimmung; örtliche Zuständigkeit

Titel: Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: FamFG
Gliederungs-Nr.: 315-24
Normtyp: Gesetz

(1) Nachlasssachen sind Verfahren, die

  1. 1.

    die besondere amtliche Verwahrung von Verfügungen von Todes wegen,

  2. 2.

    die Sicherung des Nachlasses einschließlich Nachlasspflegschaften,

  3. 3.

    die Eröffnung von Verfügungen von Todes wegen,

  4. 4.

    die Ermittlung der Erben,

  5. 5.

    die Entgegennahme von Erklärungen, die nach gesetzlicher Vorschrift dem Nachlassgericht gegenüber abzugeben sind,

  6. 6.

    Erbscheine, Testamentsvollstreckerzeugnisse und sonstige vom Nachlassgericht zu erteilende Zeugnisse,

  7. 7.

    die Testamentsvollstreckung,

  8. 8.

    die Nachlassverwaltung sowie

  9. 9.

    sonstige den Nachlassgerichten durch Gesetz zugewiesene Aufgaben

betreffen.

(2) Teilungssachen sind

  1. 1.

    die Aufgaben, die Gerichte nach diesem Buch bei der Auseinandersetzung eines Nachlasses und des Gesamtguts zu erledigen haben, nachdem eine eheliche, lebenspartnerschaftliche oder fortgesetzte Gütergemeinschaft beendet wurde, und

  2. 2.

    Verfahren betreffend Zeugnisse über die Auseinandersetzung des Gesamtguts einer ehelichen, lebenspartnerschaftlichen oder fortgesetzten Gütergemeinschaft nach den §§ 36 und 37 der Grundbuchordnung sowie nach den §§ 42 und 74 der Schiffsregisterordnung.

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