BVerwG, 26.08.2010 - BVerwG 3 C 38.09 - Bestimmung eines Schadens nach dem in einem Lastenausgleichsverfahren ergangenen Feststellungsbescheid in Unabhängigkeit von der Rechtmäßigkeit der Feststellung; Ausgleich eines Wegnahmeschadens an einer Hypothekenforderung durch eine vermögensrechtliche Rückübertragung eines ehemals mit einer Hypothek belasteten Grundstücks an einen Schuldner

Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 26.08.2010, Az.: BVerwG 3 C 38.09
Gericht: BVerwG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 26.08.2010
Referenz: JurionRS 2010, 25131
Aktenzeichen: BVerwG 3 C 38.09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

VG Münster - 27.08.2009 - AZ: 11 K 957/07

Rechtsgrundlagen:

§ 342 Abs. 3 LAG

§ 349 Abs. 1 S. 1 LAG

§ 349 Abs. 5 S. 1 LAG

§ 6 Abs. 6a VermG

§ 4 Abs. 1 BFG

§ 7 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b BFG

Fundstellen:

DÖV 2010, 1032

DVBl 2010, 1452

LKV 2010, 507-509

NVwZ-RR 2011, 46

Amtlicher Leitsatz:

Für welchen Schaden Lastenausgleich gewährt worden ist, bestimmt sich nach dem im Lastenausgleichsverfahren ergangenen Feststellungsbescheid, unabhängig davon, ob die damalige Feststellung rechtmäßig war.

Der Wegnahmeschaden an einer Hypothekenforderung wird durch die vermögensrechtliche Rückübertragung des ehemals mit der Hypothek belasteten Grundstücks an den Schuldner nur dann ausgeglichen, wenn bei der Restitution die Rechte des Hypothekengläubigers nach den dafür vorgesehenen Bestimmungen gesichert werden.

In der Verwaltungsstreitsache
...
hat der 3. Senat des Bundesverwaltungsgerichts
am 26. August 2010
durch
den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Kley und
die Richter am Bundesverwaltungsgericht Liebler, Prof. Dr. Dr. h.c. Rennert, Buchheister und Dr. Wysk
ohne mündliche Verhandlung
für Recht erkannt:

Tenor:

Das Urteil des Verwaltungsgerichts Münster vom 27. August 2009 wird geändert.

Der Rückforderungs- und Leistungsbescheid der Stadt Münster vom 5. Februar 2007 und der Beschwerdebescheid der Beschwerdestelle für den Lastenausgleich bei der Bezirksregierung Münster vom 21. Mai 2007 werden aufgehoben.

Der Beklagte trägt die Kosten des Verfahrens.

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