BVerfG, 05.07.2010 - 2 BvR 759/10 - Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht aus Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG in seiner Ausprägung als Recht auf informationelle Selbstbestimmung durch die Anfertigung von Lichtbildern anlässlich einer Geschwindigkeitsmessung; Einschränkung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung durch das überwiegende Allgemeininteresse i.R.d. Geschwindigkeitsmessung durch die Polizei bei Anfertigung von Bildern lediglich von Verdächtigen

Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 05.07.2010, Az.: 2 BvR 759/10
Gericht: BVerfG
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 05.07.2010
Referenz: JurionRS 2010, 19344
Aktenzeichen: 2 BvR 759/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Potsdam - 03.11.2009 - AZ: 77 OWi 456 Js 56833/09

OLG Brandenburg - 22.02.2010 - AZ: 1 Ss (OWi) 23 Z/10

Fundstellen:

AnwBl 2010, 229-230

BayVBl 2011, 17-18

DAR 2010, 508-509

DAR 2013, 295

DÖV 2010, 862

DSB 2010, 25

DuD 2010, 657-660

DVP 2013, 191

EuGRZ 2010, 679-681

FStBW 2011, 414-415

FStHe 2011, 432-433

GuT 2010, 275-276 (Pressemitteilung)

KommJur 2010, 6-7 (Pressemitteilung)

KomVerw/B 2011, 211-212

KomVerw/LSA 2011, 218-219

KomVerw/MV 2011, 217-218

KomVerw/S 2011, 218-219

KomVerw/T 2011, 220-221

NJW 2010, 2717-2718

NJW-Spezial 2010, 489

NZV 2010, 582-583

Polizei 2010, 303 (Pressemitteilung)

RdW 2010, 759-760

StraFo 2010, 337-339

StRR 2010, 315-316 (Volltext mit red. LS u. Anm.)

SVR 2010, 433

V&S 2010, 10

VRA 2010, 154

VRR 2010, 312

ZAP 2010, 880

ZAP EN-Nr. 564/2010

Verfahrensgegenstand:

Verfassungsbeschwerde
des Herrn K ...
gegen

  1. a)

    den Beschluss des Brandenburgischen Oberlandesgerichts vom 22. Februar 2010 - 1 Ss (OWi) 23 Z/10 -,

  2. b)

    das Urteil des Amtsgerichts Potsdam vom 3. November 2009 - 77 OWi 456 Js 46833/09 -,

  3. c)

    den Bußgeldbescheid des Landes Brandenburg - Zentrale Bußgeldstelle - vom 2. Juni 2009 - 260/09/0042391/0 -

Redaktioneller Leitsatz:

Die Heranziehung von § 100h Abs. 1 S. 1 Nr. 1 StPO in Verbindung mit § 46 Abs. 1 OWiG für die Anfertigung von Bildaufnahmen zur Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr, wenn der Verdacht eines Verkehrsverstoßes gegeben ist, begegnet keinen verfassungsrechtlichen Bedenken.

In dem Verfahren
...
hat die 2. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts
durch
die Richter Broß, Di Fabio und Landau
gemäß § 93b in Verbindung mit § 93a BVerfGG
in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473)
am 5. Juli 2010
einstimmig beschlossen:

Tenor:

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

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