BSG, 27.04.2010 - B 5 R 8/08 R - Inanspruchnahme auf Zahlung von Nachversicherungsbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung; Einrede der Verjährung

Bundessozialgericht
Urt. v. 27.04.2010, Az.: B 5 R 8/08 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 27.04.2010
Referenz: JurionRS 2010, 21724
Aktenzeichen: B 5 R 8/08 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LSG Sachsen-Anhalt - 14.11.2007 - AZ: L 3 RJ 191/04

SG Stendal - 02.11.2004 - AZ: S 2 RJ 186/00

Fundstelle:

NZS 2011, 307-310

Amtlicher Leitsatz:

1. Die Begrenzung der Revision auf die Verjährungseinrede ist zulässig, weil es sich insofern um einen (ab)trennbaren Streitgegenstand im revisionsrechtlichen Sinne handelt (Anschluss an BSG vom 12.12.2007 - B 12 AL 1/06 R = BSGE 99, 271 = SozR 4-2400 § 27 Nr. 3 und BSG vom 13.9.2006 - B 12 AL 1/05 R = SozR 4-2400 § 27).

2. Der Begriff des Beitragsverfahrens iS von § 198 S 1 SGB 6 ist weit auszulegen und erfasst auch Verwaltungsverfahren, in denen zunächst nur die Nachversicherungsvoraussetzungen geprüft werden.

in dem Rechtsstreit

Az: B 5 R 8/08 R

L 3 RJ 191/04 (LSG Sachsen-Anhalt)

S 2 RJ 186/00 (SG Stendal)

Diakonissen-Mutterhaus Genthin,

Am Birkenwäldchen 4 a, 39307 Genthin,

Kläger, Revisionsbeklagter und Anschlussrevisionskläger,

Prozessbevollmächtigter: .......................................,

gegen

Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover,

Kurt-Schumacher-Straße 20, 38102 Braunschweig,

Beklagte, Revisionsklägerin und Anschlussrevisionsbeklagte,

beigeladen:

1. ..........................,..................,

2. Kaiserswerther Verband deutscher Diakonissen-Mutterhäuser e.V.,

Landhausstraße 10, 10717 Berlin,

Prozessbevollmächtigte: ................................ .

Der 5. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 27. April 2010 durch den Richter Dr. B e r c h t o l d als Vorsitzenden, die Richterin Dr. G ü n n i k e r und den Richter K a r m a n s k i sowie die ehrenamtlichen Richterinnen S a c h s e und E n d e

für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Beklagten werden das Urteil des Landessozialgerichts Sachsen-Anhalt vom 14. November 2007 und der Gerichtsbescheid des Sozialgerichts Stendal vom 2. November 2004 aufgehoben.

Die Anschlussrevision des Klägers wird als unzulässig verworfen.

Die Klage gegen den Bescheid vom 9. November 2007 wird abgewiesen.

Außergerichtliche Kosten des Rechtsstreits sind nicht zu erstatten.

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