BGH, 24.03.2010 - VIII ZR 270/09 - Schadensersatz wegen eines behaupteten Koi-Herpesvirusbefalls in der Anlage durch gelieferte Fische; Mitverschulden des Käufers wegen mangelnder Quarantänehaltung

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 24.03.2010, Az.: VIII ZR 270/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 24.03.2010
Referenz: JurionRS 2010, 14347
Aktenzeichen: VIII ZR 270/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Würzburg - 11.12.2008 - AZ: 14 O 2209/05

OLG Bamberg - 28.09.2009 - AZ: 4 U 9/09

Fundstellen:

BauR 2010, 1095-1096

BauSV 2010, 79

GuG 2011, 122

GuG aktuell 2011, 7

Redaktioneller Leitsatz:

Es verletzt den Anspruch des betroffenen Beteiligten auf rechtliches Gehör, wenn das Berufungsgericht einen Sachverständigen entgegen §§ 529 Abs. 1 Nr. 1, 398 Abs. 1, 402 ZPO nicht erneut anhört, obwohl es dessen Ausführungen in zentralen Punkten anders würdigt als das vorinstanzliche Gericht.

Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 24. März 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Ball,
den Richter Dr. Frellesen,
die Richterinnen Dr. Milger und Dr. Fetzer und
den Richter Dr. Bünger
beschlossen:

Tenor:

Auf die Nichtzulassungsbeschwerde des Klägers wird das Urteil des 4. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Bamberg vom 28. September 2009 aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten der Nichtzulassungsbeschwerde, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

Der Streitwert des Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens wird auf 244.231,16 EUR festgesetzt.

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