BGH, 20.04.2010 - VI ZR 246/08 - Unterlassungsanspruch aufgrund auf ältere Veröffentlichungen hinweisende Teaser im Zusammenhang mit dem Mord an Walter Sedlmayr und Nennung des Namens des Klägers; Abwägung des Persönlichkeitsrecht des Klägers und des öffentlichen Interesses hinsichtlich einer begangenen Straftat durch den Kläger; Anspruch eines Straftäters aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht auf Schonung von Konfrontationen in der Öffentlichkeit mit ihrer Tat; Wahrheitsgemäße Aussagen in einem Teaser über ein Kapitalverbrechen an einem bekannten Schauspieler und Breitbandwirkung hinsichtlich des allgemeinen Persönlichkeitsrechts

Bundesgerichtshof
Urt. v. 20.04.2010, Az.: VI ZR 246/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 20.04.2010
Referenz: JurionRS 2010, 15694
Aktenzeichen: VI ZR 246/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Hamburg - 16.11.2007 - AZ: 324 O 250/07

OLG Hamburg - 19.08.2008 - AZ: 7 U 110/07

BGH - 04.08.2009 - AZ: VI ZR 246/08

Rechtsgrundlagen:

§ 823 Abs. 1 BGB

§ 1004 Abs. 1 BGB

Art. 1 Abs. 1 GG

Art. 2 Abs. 1 GG

Art. 5 Abs. 1 GG

Art. 8 Abs. 1 EMRK

Art. 10 EMRK

§ 57 Abs. 1 S. 1 RStV

Fundstelle:

BauR 2010, 1754-1756

Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 20. April 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Galke,
die Richter Wellner, Pauge und Stöhr und
die Richterin von Pentz
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Rechtsmittel der Beklagten werden das Urteil des 7. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg vom 19. August 2008 aufgehoben und das Urteil des Landgerichts Hamburg vom 16. November 2007 abgeändert.

Die Klage wird abgewiesen.

Die Kosten des Rechtsstreits hat der Kläger zu tragen.

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