BGH, 20.01.2011 - I ZR 122/09 - Auswirkungen des Vertretungsverbots eines Immobilienmaklers zur Vertretung eines Gläubigers in einem gerichtlichen Zwangsversteigerungsverfahren auf die Befugnis zur Vertretung eines Bieters

Bundesgerichtshof
v. 20.01.2011, Az.: I ZR 122/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Versäumnisurteil
Datum: 20.01.2011
Referenz: JurionRS 2011, 10422
Aktenzeichen: I ZR 122/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Oldenburg - 11.03.2009 - AZ: 5 O 3055/08

OLG Oldenburg - 16.07.2009 - AZ: 1 U 34/09

Fundstellen:

BRAK-Mitt 2011, 92

DWW 2011, 101-104

DWW 2011, 119

FoVo 2011, 174

GRUR 2011, 352-355 "Makler als Vertreter im Zwangsversteigerungsverfahren"

GuT 2011, 170

Info M 2011, 140

JurBüro 2011, 275

MDR 2011, 387

MietRB 2011, 175

NJ 2011, 6

NJW 2011, 8

NJW 2011, 929-933 "Makler als Vertreter im Zwangsversteigerungsverfahren"

NJW-Spezial 2011, 257

RENOpraxis 2011, 131

WM 2011, 461-465

WRP 2011, 463-467 "Verfahrensrecht: Makler als Vertreter im Zwangsversteigerungsverfahren"

ZAP 2011, 446

ZAP EN-Nr. 301/2011

ZfIR 2011, 373-378

Verfahrensgegenstand:

Makler als Vertreter im Zwangsversteigerungsverfahren

Amtlicher Leitsatz:

ZPO § 79 Abs. 2; ZVG §§ 9, 71 Abs. 2

Immobilienmakler sind nicht befugt, einen Gläubiger als Beteiligten im Sinne von § 9 ZVG in einem gerichtlichen Zwangsversteigerungsverfahren zu vertreten. Die Befugnis, Bieter zu vertreten, bleibt davon unberührt.

Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 18. November 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Bornkamm und
die Richter Pokrant, Prof. Dr. Büscher, Dr. Kirchhoff und Dr. Koch
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision gegen das Urteil des 1. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Oldenburg vom 16. Juli 2009 wird auf Kosten der Beklagten zurückgewiesen.

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