BGH, 16.03.2010 - VI ZR 64/09 - Anwendbarkeit der in § 84 Abs. 2 Arzneimittelgesetz (AMG) normierten Kausalitätsvermutung bei Eintritt des schädigenden Ereignisses vor dem 31. Juli 2002; Beweis der Ursächlichkeit der Einnahme eines Medikaments für das spätere Erleiden eines Herzinfarkts

Bundesgerichtshof
Urt. v. 16.03.2010, Az.: VI ZR 64/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 16.03.2010
Referenz: JurionRS 2010, 12926
Aktenzeichen: VI ZR 64/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Koblenz - 06.08.2008 - AZ: 10 O 134/07

OLG Koblenz - 05.02.2009 - AZ: 5 U 1116/08

Fundstellen:

AnwBl 2010, 196

ArztR 2010, 327

GesR 2010, 255-257

JZ 2010, 347

KrV 2010, 160

MDR 2010, 806-807

MedR 2011, 575-577

Mitt. 2010, 323 "Zum Beweis des Ursachenzusammenhangs"

NJW-RR 2010, 1331-1333

PharmaR 2010, 468-470

r+s 2010, 256-258

VersR 2010, 627-629

zfs 2010, 372-374

Amtlicher Leitsatz:

Zum Beweis des Ursachenzusammenhangs zwischen der Einnahme eines Arzneimittels und dem Gesundheitsschaden des Patienten.

Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 16. März 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Galke,
die Richter Zoll und Wellner,
die Richterin Diederichsen und
den Richter Pauge
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision des Klägers gegen das Urteil des 5. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Koblenz vom 5. Februar 2009 wird auf seine Kosten zurückgewiesen.

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