BGH, 15.11.2011 - II ZR 272/09 - Hinreichende Mehrheit für die Feststellung der Auseinandersetzungsbilanz als Grundlage der Verlustausgleichspflicht nach Auflösung der Gesellschaft bei einer Publikumsgesellschaft bürgerlichen Rechts

Bundesgerichtshof
Urt. v. 15.11.2011, Az.: II ZR 272/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 15.11.2011
Referenz: JurionRS 2011, 34846
Aktenzeichen: II ZR 272/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Berlin-Tempelhof-Kreuzberg - 29.01.2009 - AZ: 18 C 336/08

LG Berlin - 13.11.2009 - AZ: 53 S 84/09

Fundstellen:

BB 2012, 713

BB 2012, 1118-1119

DB 2012, 679-682

EWiR 2012, 239

GWR 2012, 152

MDR 2012, 477-478

NJW-Spezial 2012, 239-240

NWB 2012, 1496

NWB 2012, 1136

NWB direkt 2012, 498

NWB direkt 2012, 325

NZG 2012, 397-400

StBW 2012, 707

StuB 2012, 374

StuB 2012, 415

StX 2012, 254-255

WM 2012, 507-511

WPg 2012, 903

ZfIR 2012, 375

ZIP 2012, 520-524

ZNotP 2012, 433-437

Amtlicher Leitsatz:

BGB §§ 705, 735; HGB §§ 110, 128

Verlangt der Gesellschaftsvertrag einer Publikumsgesellschaft bürgerlichen Rechts für die Feststellung der Auseinandersetzungsbilanz als Grundlage der Verlustausgleichspflicht nach Auflösung der Gesellschaft keine qualifizierte Mehrheit, ist ein mit einfacher Mehrheit gefasster Beschluss von einer gesellschaftsvertraglichen Klausel gedeckt, nach der Beschlüsse grundsätzlich mit einfacher Mehrheit zu fassen sind.

Der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 15. November 2011 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Bergmann und den Richter Dr. Strohn, die Richterin Dr. Reichart sowie die Richter Dr. Drescher und Born

für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision des Beklagten gegen das Urteil der Zivilkammer 53 des Landgerichts Berlin vom 13. November 2009 wird auf seine Kosten zurückgewiesen.

Einzahlungen der Gesellschafter 12.781.813,32 €

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