BGH, 02.02.2010 - XI ZB 23/08 - Verwendung eines EDV-gestützten Fristenkalenders ohne Anordnung einer Kontrolle der Eingaben durch Ausgabe der Vorgänge über einen Drucker oder durch ein Fehlerprotokolls als anwaltliches Organisationsverschulden

Bundesgerichtshof
Beschl. v. 02.02.2010, Az.: XI ZB 23/08
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 02.02.2010
Referenz: JurionRS 2010, 11460
Aktenzeichen: XI ZB 23/08
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Frankfurt am Main - 29.04.2008 - AZ: 2-19 O 82/06

OLG Frankfurt am Main - 28.08.2008 - AZ: 9 U 50/08

Fundstellen:

AnwBl 2010, 532

CR 2010, 423-424

DB 2010, 727

DB 2010, 8

DStR 2010, 14

EBE/BGH 2010, 91-92

FamRZ 2010, 635

JZ 2010, 253

K&R 2010, 410

MDR 2010, 586-587

Mitt. 2010, 209 "Verfahrensrecht: EDV-gestützter Fristenkalender"

NJW 2010, 8

NJW 2010, 1363

PA 2010, 103

RENOpraxis 2010, 107

StBW 2010, 281-282

WM 2010, 567-568

ZAP EN-Nr. 302/2010

ZAP EN-Nr. 0/2010

ZGS 2010, 197-198

Hinweis:

Hinweis: Verbundenes Verfahren

Verbundverfahren:
BGH - 02.02.2010 - AZ: XI ZB 24/08

Amtlicher Leitsatz:

Ein anwaltliches Organisationsverschulden liegt vor, wenn ein Rechtsanwalt einen EDV-gestützten Fristenkalender verwendet, aber nicht anordnet, dass die Eingaben in diesen Kalender jeweils durch Ausgabe der eingegebenen Einzelvorgänge über einen Drucker oder durch Ausgabe eines Fehlerprotokolls kontrolliert werden.

Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
durch
den Vorsitzenden Richter Wiechers und
die Richter Dr. Müller, Dr. Ellenberger, Maihold und Dr. Matthias
am 2. Februar 2010
beschlossen:

Tenor:

Die Rechtsbeschwerde des Klägers gegen die Beschlüsse des 9. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 29. Juli 2008 und vom 28. August 2008 wird zurückgewiesen.

Die Kosten der Rechtsbeschwerde sowie die außergerichtlichen Kosten der Streithelferin trägt der Kläger.

Der Gegenstandswert des Rechtsbeschwerdeverfahrens beträgt 107.722 EUR.

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