BGH, 01.06.2010 - XI ZR 389/09 - Rechtsscheinhaftung eines vermeintlichen Gesellschafters wegen einer durch eine von ihm erteilte Generalvollmacht errichteten Scheingesellschaft des bürgerlichen Rechts; Bereicherungsanspruch der Bank gegen den Anweisenden bei versehentlicher doppelten Ausführung einer Anweisung

Bundesgerichtshof
Urt. v. 01.06.2010, Az.: XI ZR 389/09
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 01.06.2010
Referenz: JurionRS 2010, 17602
Aktenzeichen: XI ZR 389/09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Frankfurt am Main - 09.05.2008 - AZ: 2/1 O 33/07

OLG Frankfurt am Main - 03.12.2008 - AZ: 4 U 142/08

Fundstellen:

BB 2010, 1674

DB 2010, 1450-1454

DB 2010, 6

DStR 2010, 1530-1534

EWiR 2010, 485

GWR 2010, 319

JurBüro 2010, 556

JuS 2010, 918-919

Kreditwesen 2011, 81-82

Life&Law 2010, 669-674

MDR 2010, 1068-1069

NJ 2010, 512-513

NJW 2011, 66-70

NZG 2010, 1397-1400

RÜ 2010, 491-496

WM 2010, 1218-1221

WuB 2010, 561-563

ZAP EN-Nr. 512/2010

ZAP EN-Nr. 0/2010

ZBB 2010, 315

ZBB 2011, 151-155

ZIP 2010, 1283-1287

Amtlicher Leitsatz:

BGB § 242 E, § 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2

  1. a)

    Zur Rechtsscheinhaftung des vermeintlichen Gesellschafters einer mit Hilfe einer von ihm erteilten Generalvollmacht errichteten Scheingesellschaft bürgerlichen Rechts.

  2. b)

    Eine Bank, die eine Anweisung versehentlich doppelt ausführt, erwirbt damit keinen Bereicherungsanspruch gegen den Anweisenden, sondern kann die irrtümliche Zuwendung nur von dem Anweisungsempfänger im Wege der Nichtleistungskondiktion (§ 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 BGB) herausverlangen (im Anschluss und in Ergänzung zu BGHZ 176, 234).

Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf die mündliche Verhandlung vom 1. Juni 2010
durch
den Vorsitzenden Richter Wiechers und
die Richter Dr. Ellenberger, Dr. Grüneberg, Maihold und Dr. Matthias
für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des 4. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 3. Dezember 2008 aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

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