BFH, 20.01.2010 - II R 54/07 - Mehrere freigiebige Zuwendungen als einheitliche Zuwendung und wertender Steuerbescheid als Nichtigkeitkeitsgrund; Ausführungszeitpunkt einer Zuwendung bei der Schenkung eines im Zuge einer Kapitalerhöhung einer GmbH neu entstehenden Geschäftsanteils

Bundesfinanzhof
Urt. v. 20.01.2010, Az.: II R 54/07
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 20.01.2010
Referenz: JurionRS 2010, 11450
Aktenzeichen: II R 54/07
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Nürnberg - 20.09.2007 - AZ: IV 277/2004

Fundstellen:

BFHE 228, 177 - 184

BB 2010, 665

BFH/NV 2010, 713-715

BFH/PR 2010, 183-184

BStBl II 2010, 463-466 (Volltext mit amtl. LS)

DB 2010, 599-600

DStR 2010, 10

DStRE 2010, 434-436

DStZ 2010, 391-392

ErbBstg 2010, 88

ErbStB 2010, 128

EStB 2010, 137

FR 2010, 675

GmbHR 2010, 497-499

GmbHR 2010, 104

HFR 2010, 503-504

NWB 2010, 806

NWB direkt 2010, 251

RdW 2010, 404-406

StB 2010, 143

StBW 2010, 211-212

StuB 2010, 406

StX 2010, 171

UVR 2010, 137

ZEV 2010, 205-207

Amtlicher Leitsatz:

Ist das FA bei der Festsetzung der Schenkungsteuer für mehrere freigebige Zuwendungen erkennbar davon ausgegangen, es liege eine einheitliche Zuwendung vor, führt dies nicht zur Nichtigkeit des Steuerbescheids.

Redaktioneller Leitsatz:

Da die Schenkungsteuer bei Schenkungen unter Lebenden gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG mit dem Eintritt des Leistungserfolges entsteht, ist bei der Schenkung eines Geschäftsanteils, der im Zuge einer Kapitalerhöhung einer GmbH erst neu entsteht, die Zuwendung nicht vor der Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister, die Voraussetzung für die Wirksamkeit der Kapitalerhöhung ist, ausgeführt (BFH-Urteile vom 20. Dezember 2000 II R 42/99, BFHE 194, 435, BStBl II 2001, 454, und vom 30. Mai 2001 II R 6/98, BFH/NV 2002, 26; Moench/Weinmann, Erbschaft- und Schenkungsteuer, § 9 ErbStG Rz 23).

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