BFH, 09.02.2011 - II R 12/10 - Bestimmung des Einheitswerts für ein Mietwohngrundstück; Verfassungsmäßigkeit der die Einheitsbewertung im Beitrittsgebiet betreffenden Vorschriften; Schätzung der üblichen Miete

Bundesfinanzhof
Urt. v. 09.02.2011, Az.: II R 12/10
Gericht: BFH
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 09.02.2011
Referenz: JurionRS 2011, 14051
Aktenzeichen: II R 12/10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

FG Sachsen - 14.05.2008 - AZ: 2 K 2439/04

Fundstellen:

BFH/NV 2011, 968-970

Jurion-Abstract 2011, 225254 (Zusammenfassung)

Redaktioneller Leitsatz:

  1. 1.

    Zur Ermittlung des Einheitswertes eines zu Wohnzwecken dienenden Grundstücks ist als Rechengröße die Jahresrohmiete zu verwenden, die mittels Orientierung an der üblichen Miete von Objekten gleicher oder ähnlicher Art zu schätzen ist, § 34 Abs. 4 Satz 2 RBewDV.

  2. 2.

    Ist ein Gemeindegebiet in verschiedene Bezirke eingeteilt, für die zur Ermittlung der üblichen Miete unterschiedlich hohe Vervielfältiger anzuwenden sind, darf die Schätzung der Jahresrohmiete nicht auf den Durchschnittswerten für das gesamte Gemeindegebiet beruhen, da die in diesem Mietspielgel berücksichtigten Mietobjekte wegen der angewendeten unterschiedlichen Vervielfältiger nicht von gleicher oder ähnlicher Art und Lage sind.

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