Urlaub - Urlaubsentgelt

Rechtswörterbuch

 Normen 

§ 11 BUrlG

 Information 

Das Urlaubsentgelt bemisst sich gemäß § 11 BUrlG nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst, das der Arbeitnehmer in den letzten dreizehn Wochen vor dem Beginn des Urlaubs erhalten hat, mit Ausnahme des zusätzlich für Überstunden gezahlten Arbeitsverdienstes.

Bei Verdiensterhöhungen nicht nur vorübergehender Natur, die während des Berechnungszeitraums oder des Urlaubs eintreten, ist von dem erhöhten Verdienst auszugehen. Verdienstkürzungen, die im Berechnungszeitraum infolge von Kurzarbeit, Arbeitsausfällen oder unverschuldeter Arbeitsversäumnis eintreten, bleiben für die Berechnung des Urlaubsentgelts außer Betracht. Zum Arbeitsentgelt gehörende Sachbezüge, die während des Urlaubs nicht weitergewährt werden, sind für die Dauer des Urlaubs angemessen in bar abzugelten.

Sofern sich die Arbeitsvergütung aus einem Grundgehalt und einer Provision zusammensetzt, deren Höhe sich nach den Verträgen bemisst, die vom Arbeitgeber aufgrund der vom Arbeitnehmer getätigten Verkäufe geschlossen wurden, ist auch die durchschnittliche Provision in die Berechnung der Höhe des Urlaubsentgelts miteinzubeziehen (EUGH 22.05.2014 - C-539/12).

 Siehe auch 

BAG 24.03.2010 - 10 AZR 58/09 (Anspruch auf die Zulage für ständige Wechselschichtarbeit im Urlaub)

Powietzka: Bundesurlaubsgesetz. Kommentar; 2. Auflage 2015

Powietzka/Christ: Urlaubsanspruch und Urlaubsentgelt bei Änderung der Arbeitszeit; Neue Juristische Wochenschrift - NJW 2010, 3397