§ 844 BGB, Ersatzansprüche Dritter bei Tötung

§ 844 BGB
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) 
Bundesrecht

Abschnitt 8 – Einzelne Schuldverhältnisse → Titel 27 – Unerlaubte Handlungen

Titel: Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) 
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: BGB
Gliederungs-Nr.: 400-2
Normtyp: Gesetz

(1) Im Falle der Tötung hat der Ersatzpflichtige die Kosten der Beerdigung demjenigen zu ersetzen, welchem die Verpflichtung obliegt, diese Kosten zu tragen.

(2) 1Stand der Getötete zur Zeit der Verletzung zu einem Dritten in einem Verhältnis, vermöge dessen er diesem gegenüber kraft Gesetzes unterhaltspflichtig war oder unterhaltspflichtig werden konnte, und ist dem Dritten infolge der Tötung das Recht auf den Unterhalt entzogen, so hat der Ersatzpflichtige dem Dritten durch Entrichtung einer Geldrente insoweit Schadensersatz zu leisten, als der Getötete während der mutmaßlichen Dauer seines Lebens zur Gewährung des Unterhalts verpflichtet gewesen sein würde; die Vorschrift des § 843 Abs. 2 bis 4 findet entsprechende Anwendung. 2Die Ersatzpflicht tritt auch dann ein, wenn der Dritte zur Zeit der Verletzung gezeugt, aber noch nicht geboren war.

Zu § 844: Geändert durch G vom 19. 7. 2002 (BGBl I S. 2674).

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Unterhaltsrente unterliegt nicht der Einkommenssteuerpflicht - Urteil des Bundesfinanzhof vom 26.11.2008 - AZ: XR 31/07

Unterhaltsrente unterliegt nicht der Einkommenssteuerpflicht - Urteil des Bundesfinanzhof vom 26.11.2008 - AZ: XR 31/07

Eine Unterhaltsrente nach einem Behandlungsfehler ist kein zu versteuerndes Einkommen nach § 22 Nr. 1 EStG. Der Ehemann der Klägerin starb an den Folgen eines ärztlichen Behandlungsfehlers im Jahr…

 mehr