§ 796a ZPO, Voraussetzungen für die Vollstreckbarerklärung des Anwaltsvergleichs
(1) Ein von Rechtsanwälten im Namen und mit Vollmacht der von ihnen vertretenen Parteien abgeschlossener Vergleich wird auf Antrag einer Partei für vollstreckbar erklärt, wenn sich der Schuldner darin der sofortigen Zwangsvollstreckung unterworfen hat und der Vergleich unter Angabe des Tages seines Zustandekommens bei einem Amtsgericht niedergelegt ist, bei dem eine der Parteien zur Zeit des Vergleichsabschlusses ihren allgemeinen Gerichtsstand hat.
(2) Absatz 1 gilt nicht, wenn der Vergleich auf die Abgabe einer Willenserklärung gerichtet ist oder den Bestand eines Mietverhältnisses über Wohnraum betrifft.
(3) Die Vollstreckbarerklärung ist abzulehnen, wenn der Vergleich unwirksam ist oder seine Anerkennung gegen die öffentliche Ordnung verstoßen würde.
Zitierungen dieses Dokuments
- BAG, 15.02.2012, 7 AZR 734/10 - Befristung aufgrund eines gerichtlichen Vergleichs
- Anwaltsvergleich
- Anlage 1.2.1.1 GKG, Abschnitt 1 Erster Rechtszug
- § 148a KostO, Vollstreckbarerklärungen und Bescheinigungen in besonderen Fällen
- Anlage 1.2.5 RVG, Abschnitt 5 Beratungshilfe
- § 796b ZPO, Vollstreckbarerklärung durch das Prozessgericht
- § 796c ZPO, Vollstreckbarerklärung durch einen Notar
