§ 52 SchulG, Ausbildungs- und Prüfungsordnungen

§ 52 SchulG
Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (Schulgesetz NRW - SchulG)
Landesrecht Nordrhein-Westfalen

Fünfter Teil – Schulverhältnis → Zweiter Abschnitt – Leistungsbewertung

Titel: Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (Schulgesetz NRW - SchulG)
Normgeber: Nordrhein-Westfalen
Amtliche Abkürzung: SchulG
Gliederungs-Nr.: 223
Normtyp: Gesetz

(1) Am Ende eines Bildungsganges wird festgestellt, ob die Schülerin oder der Schüler das Ausbildungsziel erreicht hat. Das Ministerium erlässt unter Beachtung des Grundsatzes der eigenverantwortlichen Schule (§ 3) und mit Zustimmung des für Schulen zuständigen Landtagsausschusses durch Rechtsverordnung Ausbildungs- und Prüfungsordnungen, die insbesondere Regelungen enthalten über

  1. 1.

    die Aufnahmevoraussetzungen und den Schulformwechsel,

  2. 2.

    die Stundentafel,

  3. 3.

    die Gliederung und die Dauer der Ausbildung,

  4. 4.

    die Unterrichtsorganisation,

  5. 5.

    die Unterrichtsfächer, die Lernbereiche, die Pflichtbedingungen, die Wahlmöglichkeiten,

  6. 6.

    die Versetzung,

  7. 7.

    die Leistungsnachweise bei Abschlüssen ohne Prüfung,

  8. 8.

    den Zweck und die Gliederung der Prüfung,

  9. 9.

    die Bildung und Zusammensetzung von Prüfungsausschüssen sowie die Teilnahme von Vertreterinnen und Vertretern des Schulträgers und der Eltern,

  10. 10.

    die Zulassung zur Prüfung,

  11. 11.

    den Ablauf und das Verfahren der Prüfung,

  12. 12.

    die Prüfungsfächer, einschließlich Art, Zahl und Umfang der Prüfungsleistungen sowie die Befreiung und Ersetzung von Prüfungsleistungen,

  13. 13.

    den Rücktritt von der Prüfung und die Folgen des Nichterbringens von Prüfungsleistungen,

  14. 14.

    die Folgen von Täuschungshandlungen, insbesondere den Ausschluss von der Prüfung und die nachträgliche Aberkennung des Prüfungszeugnisses,

  15. 15.

    die Bewertung von Prüfungsleistungen sowie die Voraussetzungen für das Bestehen der Prüfung,

  16. 16.

    die Erteilung von Abschluss- und Prüfungszeugnissen und die damit verbundenen Berechtigungen,

  17. 17.

    die Folgen des Nichtbestehens der Prüfung sowie die Voraussetzungen und das Verfahren für Nachprüfungen und Wiederholungsprüfungen,

  18. 18.

    den Ausgleich von Nachteilen der Schülerinnen und Schüler mit einer Behinderung.

(2) Für Externenprüfungen erlässt das Ministerium mit Zustimmung des für Schulen zuständigen Landtagsausschusses durch Rechtsverordnung Prüfungsordnungen in entsprechender Anwendung des Absatzes 1.

(3) Für Prüfungen im Rahmen von vorbereitenden Lehrgängen an Weiterbildungseinrichtungen, die zum nachträglichen Erwerb eines Schulabschlusses der Sekundarstufe I führen, erlässt das Ministerium durch Rechtsverordnung die Prüfungsordnung.

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