§ 4a SchulG, Mindestschülerzahl, Klassenobergrenze, Zügigkeit, Schulweg

§ 4a SchulG
Schulgesetz für den Freistaat Sachsen (SchulG)
Landesrecht Sachsen
Titel: Schulgesetz für den Freistaat Sachsen (SchulG)
Normgeber: Sachsen
Amtliche Abkürzung: SchulG
Referenz: 710-1
Abschnitt: 1. Teil – Allgemeine Vorschriften → 2. Abschnitt – Gliederung des Schulwesens
 

(1) Die Mindestschülerzahlen an allgemein bildenden Schulen betragen:

  1. 1.
    an Grundschulen für die erste einzurichtende Klasse je Klassenstufe 15 Schüler und für jede weitere einzurichtende Klasse 14 Schüler,
  2. 2.
    an Mittelschulen für die ersten beiden einzurichtenden Klassen je Klassenstufe 20 Schüler und für jede weitere einzurichtende Klasse 19 Schüler,
  3. 3.
    an Gymnasien 20 Schüler je Klasse.

(2) In allen Schularten werden je Klasse nicht mehr als 28 Schüler unterrichtet. Überschreitungen dieser Klassenobergrenze bedürfen der Beschlussfassung durch die Schulkonferenz.

(3) Mittelschulen werden mindestens zweizügig, Gymnasien mindestens dreizügig geführt.

(4) In begründeten Ausnahmefällen sind Abweichungen von den Absätzen 1 und 3 zulässig. Dies gilt insbesondere

  1. 1.
    aus landes- und regionalplanerischen Gründen,
  2. 2.
    bei überregionaler Bedeutung der Schule,
  3. 3.
    aus besonderen pädagogischen Gründen,
  4. 4.
    zum Schutz und zur Wahrung der Rechte des sorbischen Volkes gemäß Artikel 6 der Verfassung des Freistaates Sachsen oder gemäß Artikel 8 Buchst. b, c und d der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen,
  5. 5.
    aus baulichen Besonderheiten des Schulgebäudes oder
  6. 6.
    bei unzumutbaren Schulwegbedingungen oder Schulwegentfernungen.

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