§ 43 SächsJAPO, Prüfungsgebiete

§ 43 SächsJAPO
Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Juristen des Freistaates Sachsen (SächsJAPO)
Landesrecht Sachsen
Titel: Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Juristen des Freistaates Sachsen (SächsJAPO)
Normgeber: Sachsen
Amtliche Abkürzung: SächsJAPO
Referenz: 305-1.1/2
Abschnitt: Teil 5 – Zweite Juristische Staatsprüfung
 

(1) Die Zweite Juristische Staatsprüfung erstreckt sich auf die Pflichtfächer und das vom Bewerber zu bestimmende Wahlfach, jeweils mit ihren gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Grundlagen.

(2) Pflichtfächer sind jeweils mit ihren Bezügen zum Europarecht die Pflichtfächer der staatlichen Pflichtfachprüfung der Ersten Juristischen Prüfung (§ 14 Abs. 3) unter Berücksichtigung der in der praktischen Ausbildung angestrebten Ergänzung und Vertiefung. Darüber hinaus sind Pflichtfächer:

  1. 1.

    aus dem Gebiet des Zivilrechts und Arbeitsrechts:

    1. a)

      Familienrecht ohne Versorgungsausgleich, Erbrecht,

    2. b)

      Zivilprozessrecht und Zwangsvollstreckungsrecht,

    3. c)

      Handels- und Gesellschaftsrecht, davon das Recht der Kapitalgesellschaften in Grundzügen,

    4. d)

      Grundzüge des arbeitsgerichtlichen Verfahrens (nur Urteilsverfahren),

    5. e)

      Grundzüge der Freiwilligen Gerichtsbarkeit in Familien- und Erbscheinsachen;

  2. 2.

    Strafrecht ohne Nebenstrafrecht; Strafverfahrensrecht;

  3. 3.

    aus dem Gebiet des Öffentlichen Rechts (einschließlich Verfahren):

    1. a)

      Kommunalabgabenrecht,

    2. b)

      Baurecht,

    3. c)

      Grundzüge des Immissionsschutzrechts,

    4. d)

      Verwaltungsprozessrecht.

(3) Der Bewerber kann unter folgenden zu prüfenden Wahlfächern auswählen:

  1. 1.

    Arbeitsrecht: Individual- und Kollektivarbeitsrecht, arbeitsgerichtliches Verfahren,

  2. 2.

    Sozialrecht: Grundzüge des Sozialversicherungsrechts und des Rechts der Grundsicherung für Arbeitssuchende, sozialgerichtliches Verfahren,

  3. 3.

    Strafrecht: Jugendstrafrecht einschließlich Verfahrensrecht; Strafvollzugs- und Maßregelvollzugsrecht (ohne Jugendstrafvollzugsrecht),

  4. 4.

    Verwaltungsrecht: Wirtschaftsverwaltungsrecht und Beamtenrecht,

  5. 5.

    Insolvenzrecht,

  6. 6.

    Steuerrecht: Einkommens- und Umsatzsteuerrecht, Körperschaftssteuer- und Gewerbesteuerrecht, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung,

  7. 7.

    Internationales Recht: Internationales Privatrecht, Einheitskaufrecht, Grundzüge des internationalen Verfahrensrechts,

  8. 8.

    Europa- und Völkerrecht: Recht der Europäischen Union, Grundzüge des Völkerrechts.

(4) § 14 Abs. 4 und 5 gilt entsprechend.

Diese Artikel im Bereich Freiberufler und Berufsrecht könnten Sie interessieren

Quality Agreements vs. Supply Agreements ?

Quality Agreements vs. Supply Agreements  ?

Qualitätssicherungsvereinbarungen gehören in vielen Lieferketten zwischen Hersteller und Abnehmer zum Standard. mehr

Neues Gesetz für Syndikus-Anwälte

Neues Gesetz für Syndikus-Anwälte

Seit Anfang des Jahres 2016 sind Unternehmensjuristen erstmals gesetzlich ausdrücklich als Rechtsanwälte anerkannt. mehr