§ 37p WpHG, Befugnisse der Bundesanstalt im Fall der Anerkennung einer Prüfstelle

§ 37p WpHG
Gesetz über den Wertpapierhandel (Wertpapierhandelsgesetz)
Bundesrecht

Abschnitt 11 – Überwachung von Unternehmensabschlüssen, Veröffentlichung von Finanzberichten → Unterabschnitt 1 – Überwachung von Unternehmensabschlüssen

Titel: Gesetz über den Wertpapierhandel (Wertpapierhandelsgesetz)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: WpHG
Gliederungs-Nr.: 4110-4
Normtyp: Gesetz

(1) 1Ist nach § 342b Abs. 1 des Handelsgesetzbuchs eine Prüfstelle anerkannt, so finden stichprobenartige Prüfungen nur auf Veranlassung der Prüfstelle statt. 2Im Übrigen stehen der Bundesanstalt die Befugnisse nach § 37o erst zu, wenn

  1. 1.
    ihr die Prüfstelle berichtet, dass ein Unternehmen seine Mitwirkung bei einer Prüfung verweigert oder mit dem Ergebnis der Prüfung nicht einverstanden ist, oder
  2. 2.
    erhebliche Zweifel an der Richtigkeit des Prüfungsergebnisses der Prüfstelle oder an der ordnungsgemäßen Durchführung der Prüfung durch die Prüfstelle bestehen.

3Auf Verlangen der Bundesanstalt hat die Prüfstelle das Ergebnis und die Durchführung der Prüfung zu erläutern und einen Prüfbericht vorzulegen. 4Unbeschadet von Satz 2 kann die Bundesanstalt die Prüfung jederzeit an sich ziehen, wenn sie auch eine Prüfung nach § 44 Abs. 1 Satz 2 des Kreditwesengesetzes, § 14 Satz 2 des Kapitalanlagegesetzbuchs oder § 306 Absatz 1 Nummer 1 des Versicherungsaufsichtsgesetzes durchführt oder durchgeführt hat und die Prüfungen denselben Gegenstand betreffen.

(2) Die Bundesanstalt kann von der Prüfstelle unter den Voraussetzungen des § 37o Abs. 1 Satz 1 die Einleitung einer Prüfung verlangen.

(3) Die Bundesanstalt setzt die Prüfstelle von Mitteilungen nach § 142 Abs. 7, § 256 Abs. 7 Satz 2 und § 261a des Aktiengesetzes in Kenntnis, wenn die Prüfstelle die Prüfung eines von der Mitteilung betroffenen Unternehmens beabsichtigt oder eingeleitet hat.

Zu § 37p: Eingefügt durch G vom 15. 12. 2004 (BGBl I S. 3408), geändert durch G vom 1. 4. 2015 (BGBl I S. 434) (1. 1. 2016) und 20. 11. 2015 (BGBl I S. 2029).

Diese Artikel im Bereich Aktien, Fonds und Anlegerschutz könnten Sie interessieren

Sparkasse Köln Bonn – Swapgeschäfte aus den Jahren 2007 und später angreifbar?

Sparkasse Köln Bonn – Swapgeschäfte aus den Jahren 2007 und später angreifbar?

Die Sparkasse Köln – Bonn hat über Jahre hinweg Swapgeschäfte aller Art im Zweipersonenverhältnis verkauft. Darunter waren einfache Zins-Swaps, aber auch Cross-Currency Swaps. Die Geschäfte wurden… mehr

Probleme mit der Durchsetzung des Darlehens Widerrufs?

Probleme mit der Durchsetzung des Darlehens Widerrufs?

Unzählige Widerrufe erreichten die Banken Mitte 2016. Aufgrund eines kurzfristig eingebrachten Gesetzes waren die Darlehneskunden zunächst gezwungen für Darlehen aus dem Jahren 2002 bis 2010 bis Juni… mehr

LG Düsseldorf untersagt irreführende Werbung der Sparda-Bank

LG Düsseldorf untersagt irreführende Werbung der Sparda-Bank

Banken stellen bei kostenlosen Girokonten zwar keine Kontoführungsgebühren in Rechnung, fordern dafür aber eine jährliche Abschlussgebühr: mehr