§ 36 BVG, Bestattungsgeld

§ 36 BVG
Gesetz über die Versorgung der Opfer des Krieges (Bundesversorgungsgesetz - BVG)
Bundesrecht

  – Bestattungsgeld

Titel: Gesetz über die Versorgung der Opfer des Krieges (Bundesversorgungsgesetz - BVG)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: BVG
Gliederungs-Nr.: 830-2
Normtyp: Gesetz

(1) 1Beim Tode eines rentenberechtigten Beschädigten wird ein Bestattungsgeld gewährt. 2Es beträgt 1.745 Euro, wenn der Tod die Folge einer Schädigung ist, sonst 874 Euro. 3Der Tod gilt stets dann als Folge einer Schädigung, wenn ein Beschädigter an einem Leiden stirbt, das als Folge einer Schädigung rechtsverbindlich anerkannt und für das ihm im Zeitpunkt des Todes Rente zuerkannt war.

Absatz 1 Satz 2 geändert durch G vom 4. 6. 1985 (BGBl I S. 910), 23. 6. 1986 (BGBl I S. 915), 27. 6. 1987 (BGBl I S. 1545), 21. 6. 1988 (BGBl I S. 826), 30. 6. 1989 (BGBl I S. 1288), 26. 6. 1990 (BGBl I S. 1211), 21. 6. 1991 (BGBl I S. 1310), V vom 17. 6. 1992 (BGBl I S. 1078), 14. 6. 1993 (BGBl I S. 920), 1. 6. 1994 (BGBl I S. 1204), 23. 6. 1995 (BGBl I S. 852), 25. 6. 1996 (BGBl I S. 903), 18. 6. 1997 (BGBl I S. 1382), 17. 6. 1998 (BGBl I S. 1362), 15. 6. 1999 (BGBl I S. 1328), 21. 6. 2000 (BGBl I S. 916), G vom 21. 12. 2000 (BGBl I S. 1983), V vom 26. 6. 2001 (BGBl I S. 1344), 24. 6. 2002 (BGBl I S. 2229), 24. 6. 2003 (BGBl I S. 984), 14. 6. 2007 (BGBl I S. 1115), 18. 7. 2008 (BGBl I S. 1300), 17. 7. 2009 (BGBl I S. 2024), 28. 6. 2011 (BGBl I S. 1271), 21. 6. 2012 (BGBl I S. 1391), 14. 8. 2013 (BGBl I S. 3227), 23. 9. 2014 (BGBl I S. 1533), 19. 6. 2015 (BGBl I S. 993) und 20. 6. 2016 (BGBl I S. 1362) (1. 7. 2016).

(2) 1Vom Bestattungsgeld werden zunächst die Kosten der Bestattung bestritten und an den gezahlt, der die Bestattung besorgt hat. 2Das gilt auch, wenn die Kosten der Bestattung aus öffentlichen Mitteln bestritten worden sind. 3Bleibt ein Überschuss, so sind nacheinander der Ehegatte, der Lebenspartner, die Kinder, die Eltern, die Stiefeltern, die Pflegeeltern, die Enkel, die Großeltern, die Geschwister und die Geschwisterkinder bezugsberechtigt, wenn sie mit dem Verstorbenen zur Zeit des Todes in häuslicher Gemeinschaft gelebt haben. 4Fehlen solche Berechtigte, so wird der Überschuss nicht ausgezahlt.

Absatz 2 Satz 3 geändert durch G vom 16. 2. 2001 (BGBl I S. 266).

(3) Stirbt ein nichtrentenberechtigter Beschädigter an den Folgen einer Schädigung, so ist ein Bestattungsgeld bis zu 1.745 Euro zu zahlen, soweit Kosten der Bestattung entstanden sind.

Absatz 3 geändert durch G vom 4. 6. 1985 (BGBl I S. 910), 23. 6. 1986 (BGBl I S. 915), 27. 6. 1987 (BGBl I S. 1545), 21. 6. 1988 (BGBl I S. 826), 30. 6. 1989 (BGBl I S. 1288), 26. 6. 1990 (BGBl I S. 1211), 21. 6. 1991 (BGBl I S. 1310), V vom 17. 6. 1992 (BGBl I S. 1078), 14. 6. 1993 (BGBl I S. 920), 1. 6. 1994 (BGBl I S. 1204), 23. 6. 1995 (BGBl I S. 852), 25. 6. 1996 (BGBl I S. 903), 18. 6. 1997 (BGBl I S. 1382), 17. 6. 1998 (BGBl I S. 1362), 15. 6. 1999 (BGBl I S. 1328), 21. 6. 2000 (BGBl I S. 916), G vom 21. 12. 2000 (BGBl I S. 1983), V vom 26. 6. 2001 (BGBl I S. 1344), 24. 6. 2002 (BGBl I S. 2229), 24. 6. 2003 (BGBl I S. 984), 14. 6. 2007 (BGBl I S. 1115), 18. 7. 2008 (BGBl I S. 1300), 17. 7. 2009 (BGBl I S. 2024), 28. 6. 2011 (BGBl I S. 1271), 21. 6. 2012 (BGBl I S. 1391), 14. 8. 2013 (BGBl I S. 3227), 23. 9. 2014 (BGBl I S. 1533), 19. 6. 2015 (BGBl I S. 993) und 20. 6. 2016 (BGBl I S. 1362) (1. 7. 2016).

(4) Eine auf Grund anderer gesetzlicher Vorschriften für denselben Zweck zu gewährende Leistung ist auf das Bestattungsgeld anzurechnen.

(5) 1Stirbt ein Beschädigter an den Folgen einer Schädigung außerhalb seines ständigen Wohnsitzes, so sind die notwendigen Kosten für die Leichenüberführung dem zu erstatten, der sie getragen hat. 2Das gilt nicht, wenn der Tod während eines Aufenthalts im Ausland eingetreten ist, jedoch kann eine Beihilfe gewährt werden.

(6) Stirbt ein Beschädigter während einer nach den Vorschriften dieses Gesetzes durchgeführten stationären Heilbehandlung nicht an den Folgen einer Schädigung, so sind die notwendigen Kosten der Leichenüberführung nach dem früheren Wohnsitz des Verstorbenen dem zu erstatten, der sie getragen hat.

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