§ 269a LAG, Selbstständigenzuschlag

§ 269a LAG
Gesetz über den Lastenausgleich (Lastenausgleichsgesetz - LAG)
Bundesrecht

Fünfter Abschnitt – Kriegsschadenrente → Zweiter Titel – Unterhaltshilfe

Titel: Gesetz über den Lastenausgleich (Lastenausgleichsgesetz - LAG)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: LAG
Gliederungs-Nr.: 621-1
Normtyp: Gesetz

(1) 1Die nach § 269 sich ergebende Unterhaltshilfe erhöht sich für ehemals Selbstständige im Sinne des § 273 Abs. 5 Nr. 1 und 2 um einen Selbstständigenzuschlag. 2Den Zuschlag nach Absatz 2 Stufe 1 erhalten auf Antrag auch Berechtigte nach § 273 Abs. 6 Nr. 2, die als künftige Erben eines landwirtschaftlichen oder gewerblichen Betriebes nur deswegen im Zeitpunkt der Schädigung keine selbstständige Erwerbstätigkeit ausgeübt haben, weil es bis zu diesem Zeitpunkt zu einer Vermögensübertragung nicht mehr gekommen ist.

(2) Der Selbstständigenzuschlag beträgt

in Stufebei einem Endgrundbetrag der Hauptentschädigung (§ 273 Abs. 5 Nr. 2 Satz 1 und 2)bei Durchschnittsjahreseinkünften aus selbstständiger Erwerbstätigkeit nach § 239 (§ 273 Abs. 5 Nr. 2 Satz 3)monatlich
1-bis4.000 RM170,00 DM 1
2bis 2.351,94 EURbis5.200 RM215,00 DM 2
3bis 2.863,23 EURbis6.500 RM258,00 DM 3
4bis 3.885,82 EURbis9.000 RM286,00 DM 4
5bis 4.908,40 EURbis12.000 RM315,00 DM 5
6über 4.908,40 EURüber12.000 RM345,00 DM 6

(3) Der Selbstständigenzuschlag erhöht sich für den nicht dauernd getrennt lebenden Ehegatten

in Zuschlagsstufeum monatlich
190,00 DM 7
2103,00 DM 8
3115,00 DM 9
4129,00 DM 10
5148,00 DM 11
6175,00 DM 12

(4) 1Beziehen der Berechtigte und seine zuschlagsberechtigten Angehörigen (§ 269 Abs. 2) Rentenleistungen im Sinne des § 267 Abs. 2 Nr. 6, erhöht sich der Selbstständigenzuschlag

  1. 1.
    bei Bezug von Versichertenrenten und vergleichbaren sonstigen Versorgungsbezügen um 31 Euro monatlich,
  2. 2.
    bei Bezug von Hinterbliebenenrenten, die nicht Waisenrenten sind, und vergleichbaren sonstigen Versorgungsbezügen um 23 Euro monatlich,
  3. 3.
    bei Bezug von Waisenrenten und vergleichbaren sonstigen Versorgungsbezügen um 11 Euro monatlich,

höchstens jedoch um den Betrag, um den die Rentenleistung im Fall der Nummer 1 monatlich 14 Euro, im Fall der Nummer 2 monatlich 10 Euro und im Fall der Nummer 3 monatlich 5 Euro übersteigt. 2Die Gewährung von Freibeträgen nach § 267 Abs. 2 Nr. 6 entfällt, soweit die Freibeträge den Selbstständigenzuschlag nicht übersteigen.

(1) Red. Anm.:

Die Beträge wurden durch die 6. BAA-Unterhaltshilfe-Anpassungsverordnung-LAG vom 10. Juni 2003 (BAnz. S. 14781) ab dem 1. Juli 2003 angepasst.

1

Seit 1. 7. 2003 = 102 EUR (vgl. § 1 Nr. 3 Buchst. a der V vom 10. 6. 2003, BAnz Nr. 125). 13

2

Seit 1. 7. 2003 = 130 EUR (vgl. § 1 Nr. 3 Buchst. a der V vom 10. 6. 2003, BAnz Nr. 125). 13

3

Seit 1. 7. 2003 = 157 EUR (vgl. § 1 Nr. 3 Buchst. a der V vom 10. 6. 2003, BAnz Nr. 125). 13

4

Seit 1. 7. 2003 = 173 EUR (vgl. § 1 Nr. 3 Buchst. a der V vom 10. 6. 2003, BAnz Nr. 125). 13

5

Seit 1. 7. 2003 = 191 EUR (vgl. § 1 Nr. 3 Buchst. a der V vom 10. 6. 2003, BAnz Nr. 125). 13

6

Seit 1. 7. 2003 = 208 EUR (vgl. § 1 Nr. 3 Buchst. a der V vom 10. 6. 2003, BAnz Nr. 125). 13

7

Seit 1. 7. 2003 = 54 EUR (vgl. § 1 Nr. 3 Buchst. b der V vom 10. 6. 2003, BAnz Nr. 125). 13

8

Seit 1. 7. 2003 = 63 EUR (vgl. § 1 Nr. 3 Buchst. b der V vom 10. 6. 2003, BAnz Nr. 125). 13

9

Seit 1. 7. 2003 = 70 EUR (vgl. § 1 Nr. 3 Buchst. b der V vom 10. 6. 2003, BAnz Nr. 125). 13

10

Seit 1. 7. 2003 = 78 EUR (vgl. § 1 Nr. 3 Buchst. b der V vom 10. 6. 2003, BAnz Nr. 125). 13

11

Seit 1. 7. 2003 = 89 EUR (vgl. § 1 Nr. 3 Buchst. b der V vom 10. 6. 2003, BAnz Nr. 125). 13

12

Seit 1. 7. 2003 = 107 EUR (vgl. § 1 Nr. 3 Buchst. b der V vom 10. 6. 2003, BAnz Nr. 125). 13

13

Seit 1. 1. 2006: vgl. § 292a Abs. 1 Nr. 3.

Zu § 269a: Geändert durch G vom 9. 9. 2001 (BGBl I S. 2306).

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