§ 23 AtG, Zuständigkeit des Bundesamtes für Strahlenschutz

§ 23 AtG
Gesetz über die friedliche Verwendung der Kernenergie und den Schutz gegen ihre Gefahren (Atomgesetz)
Bundesrecht

Dritter Abschnitt – Verwaltungsbehörden

Titel: Gesetz über die friedliche Verwendung der Kernenergie und den Schutz gegen ihre Gefahren (Atomgesetz)
Normgeber: Bund
Redaktionelle Abkürzung: AtG
Gliederungs-Nr.: 751-1
Normtyp: Gesetz

(1) Das Bundesamt für Strahlenschutz ist zuständig für

  1. 1.

    die Einrichtung und Führung eines Registers über die Strahlenexpositionen beruflich strahlenexponierter Personen,

  2. 2.

    die Einrichtung und Führung eines Registers für Ethikkommission im Sinne von § 12 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3a, deren Registrierung und den Widerruf der Registrierung,

  3. 3.

    die Ermittlung, Erstellung und Veröffentlichung von diagnostischen Referenzwerten, die Ermittlung der medizinischen Strahlenexposition von Personen und die dazu jeweils erforderlichen Erhebungen auf Grund einer Verordnung nach § 12 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3b,

  4. 4.

    die Einrichtung und die Führung eines Registers über hochradioaktive Strahlenquellen nach § 12d.

(2) In einer Rechtsverordnung kann bestimmt werden, dass das Bundesamt für Strahlenschutz zuständig ist für

  1. 1.

    die Genehmigung für die Anwendung radioaktiver Stoffe oder ionisierender Strahlen am Menschen in der medizinischen Forschung,

  2. 2.

    die Zulassung der Bauart von Anlagen, Geräten oder sonstigen Vorrichtungen der in § 11 Abs. 1 Nr. 3 bezeichneten Art,

  3. 3.

    das Verwalten und die Vergabe von Identifizierungsnummern für hochradioaktive Strahlenquellen.

Zu § 23: Geändert durch G vom 9. 10. 1989 (BGBl I S. 1830), 6. 4. 1998 (BGBl I S. 694), 3. 5. 2000 (BGBl I S. 636) in Verb. mit Bek. vom 20. 7. 2001 (BGBl I S. 1847), G vom 27. 7. 2001 (BGBl I S. 1950), 22. 4. 2002 (BGBl I S. 1351), 12. 8. 2005 (BGBl I S. 2365), 17. 3. 2009 (BGBl I S. 556) und 26. 7. 2016 (BGBl I S. 1843) (30. 7. 2016).

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