§ 1909 BGB, Ergänzungspflegschaft

§ 1909 BGB
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) 
Bundesrecht

Abschnitt 3 – Vormundschaft, rechtliche Betreuung, Pflegschaft → Titel 3 – Pflegschaft

Titel: Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) 
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: BGB
Gliederungs-Nr.: 400-2
Normtyp: Gesetz

(1) 1Wer unter elterlicher Sorge oder unter Vormundschaft steht, erhält für Angelegenheiten, an deren Besorgung die Eltern oder der Vormund verhindert sind, einen Pfleger. 2Er erhält insbesondere einen Pfleger zur Verwaltung des Vermögens, das er von Todes wegen erwirbt oder das ihm unter Lebenden unentgeltlich zugewendet wird, wenn der Erblasser durch letztwillige Verfügung, der Zuwendende bei der Zuwendung bestimmt hat, dass die Eltern oder der Vormund das Vermögen nicht verwalten sollen.

(2) Wird eine Pflegschaft erforderlich, so haben die Eltern oder der Vormund dies dem Familiengericht unverzüglich anzuzeigen.

(3) Die Pflegschaft ist auch dann anzuordnen, wenn die Voraussetzungen für die Anordnung einer Vormundschaft vorliegen, ein Vormund aber noch nicht bestellt ist.

Zu § 1909: Geändert durch G vom 17. 12. 2008 (BGBl I S. 2586).

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Anspruch und Wirklichkeit - Der traurige Alltag in der Verfahrenspflegschaft (KindPrax 2005, Seite 18 f.)

Anspruch und Wirklichkeit - Der traurige Alltag in der Verfahrenspflegschaft (KindPrax 2005, Seite 18 f.)

Von RA Alexander Heumann,  Fachanwalt für Familienrecht in Düsseldorf(erschienen in: KindPrax 2005 (Heft 1), S. 18 f.) Einer der bemerkenswertesten neuen, mit großen Hoffnungen verknüpften…

 mehr

PAS und die Kindschaftsrechtsreform - Gedanken eines Fachanwalts für Familienrecht

PAS und die Kindschaftsrechtsreform - Gedanken eines Fachanwalts für Familienrecht

  Kindschaftsrecht / Sorgerecht und UmgangsrechtPAS und die Kindschaftsreform - Gedanken eines Fachanwalts für Familienrecht zu einer aktuellen Diskussion I. Definition des ´PAS´:Unter dem…

 mehr