§ 18 AWaffV, Führung der Waffenbücher in gebundener Form

§ 18 AWaffV
Allgemeine Waffengesetz-Verordnung (AWaffV)
Bundesrecht

Abschnitt 6 – Vorschriften für das Waffengewerbe → Unterabschnitt 2 – Waffenherstellungs- und Waffenhandelsbücher

Titel: Allgemeine Waffengesetz-Verordnung (AWaffV)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: AWaffV
Gliederungs-Nr.: 7133-4-1
Normtyp: Rechtsverordnung

(1) Wird das Waffenherstellungsbuch in gebundener Form geführt, so ist es nach folgendem Muster zu führen:

Linke Seite:Rechte Seite:
  
1.Laufende Nummer der Eintragung4.Datum des Abgangs oder der Kenntnis des Verlustes
  
2.Datum der Fertigstellung 
  
3.Herstellungsnummer5.Name und Anschrift des Empfängers oder Art des Verlustes
  
 6.Sofern die Schusswaffe nicht einem Erwerber nach § 21 Abs. 1 des Waffengesetzes überlassen wird, die Bezeichnung der Erwerbsberechtigung unter Angabe der ausstellenden Behörde und des Ausstellungsdatums
  
 7.Sofern die Schusswaffe einem Erwerber nach § 34 Abs. 5 Satz 1 des Waffengesetzes überlassen oder an ihn versandt wird, Bezeichnung und Datum der Bestätigung der Anzeige durch das Bundeskriminalamt.

Für jeden Waffentyp ist ein besonderes Blatt anzulegen, auf dem der Waffentyp und der Name, die Firma oder die Marke, die auf den Waffen angebracht sind, zu vermerken sind.

(2) Wird das Waffenhandelsbuch in gebundener Form geführt, so ist es nach folgendem Muster zu führen:

Linke Seite:Rechte Seite:
  
1.Laufende Nummer der Eintragung7.Datum des Abgangs oder der Kenntnis des Verlustes
  
2.Datum des Eingangs8.Name und Anschrift des Empfängers oder Art des Verlustes
  
3.Waffentyp9.Sofern die Schusswaffe nicht einem Erwerber nach § 21 Abs. 1 des Waffengesetzes überlassen wird, die Bezeichnung der Erwerbsberechtigung unter Angabe der ausstellenden Behörde und des Ausstellungsdatums
  
4.Name, Firma oder Marke, die auf der Waffe angebracht sind10.Sofern die Schusswaffe einem Erwerber nach § 34 Abs. 5 Satz 1 des Waffengesetzes überlassen oder an ihn versandt wird, Bezeichnung und Datum der Bestätigung der Anzeige durch das Bundeskriminalamt.
  
5.Herstellungsnummer 
  
6.Name und Anschrift des Überlassers 

(3) Die Eintragungen nach den Absätzen 1 und 2 sind für jede Waffe gesondert vorzunehmen. Eine Waffe gilt im Sinne des Absatzes 1 Satz 1 Nr. 2 als fertig gestellt,

  1. 1.
    sobald sie nach § 3 des Beschussgesetzes geprüft worden ist,
  2. 2.
    wenn die Waffe nicht der amtlichen Beschussprüfung unterliegt, sobald sie zum Verkauf vorrätig gehalten wird.

(4) Von der Eintragung des Namens und der Anschrift des Überlassers nach Absatz 2 Nr. 6 kann abgesehen werden bei Schusswaffen, deren Modell vor dem 1. Januar 1871 entwickelt worden ist,

  1. 1.
    mit Zündnadelzündung,
  2. 2.
    mit Zündhütchenzündung (Perkussionswaffen), soweit es sich um einläufige Einzelladerwaffen handelt,
  3. 3.
    mit Lunten- oder Funkenzündung.

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