§ 1638 BGB, Beschränkung der Vermögenssorge

§ 1638 BGB
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) 
Bundesrecht

Abschnitt 2 – Verwandtschaft → Titel 5 – Elterliche Sorge

Titel: Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) 
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: BGB
Gliederungs-Nr.: 400-2
Normtyp: Gesetz

(1) Die Vermögenssorge erstreckt sich nicht auf das Vermögen, welches das Kind von Todes wegen erwirbt oder welches ihm unter Lebenden unentgeltlich zugewendet wird, wenn der Erblasser durch letztwillige Verfügung, der Zuwendende bei der Zuwendung bestimmt hat, dass die Eltern das Vermögen nicht verwalten sollen.

(2) Was das Kind auf Grund eines zu einem solchen Vermögen gehörenden Rechts oder als Ersatz für die Zerstörung, Beschädigung oder Entziehung eines zu dem Vermögen gehörenden Gegenstands oder durch ein Rechtsgeschäft erwirbt, das sich auf das Vermögen bezieht, können die Eltern gleichfalls nicht verwalten.

(3) 1Ist durch letztwillige Verfügung oder bei der Zuwendung bestimmt, dass ein Elternteil das Vermögen nicht verwalten soll, so verwaltet es der andere Elternteil. 2Insoweit vertritt dieser das Kind.

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Erbrecht - Wichtige Informationen für den Fall der Trennung oder Scheidung

Erbrecht - Wichtige Informationen für den Fall der Trennung oder Scheidung

 I. Einführung 1. Viele Menschen machen sich zu Lebzeiten keine Gedanken darüber, was nach dem Tode mit ihrem Vermögen passiert. Sie denken oftmals, daß die gesetzliche Erbfolge vom Gesetzgeber…

 mehr