Nationales Waffenregister

Rechtswörterbuch

 Normen 

NWRG

NWRG-DV

 Information 

Gemäß der EU-Richtlinie 2008/51 hatten die Mitgliedstaaten dafür Sorge zu tragen, dass bis spätestens 31. Dezember 2014 ein computergestütztes zentral oder dezentral eingerichtetes Waffenregister eingeführt wurde, in dem jede unter die Richtlinie fallende Waffe registriert ist und das den zuständigen Behörden den Zugang zu den gespeicherten Daten gewährleistet.

Diese Vorgaben wurden in Deutschland mit dem Gesetz zur Errichtung eines Nationalen Waffenregisters (NWRG) umgesetzt:

Mit dem Nationalen Waffenregister wurden die Voraussetzungen geschaffen, um die in derzeit 577 Waffenbehörden auf Basis unterschiedlichster Software oder in Einzelfällen noch per Kartei erfassten Informationen aufzubereiten und in ein abgestimmtes computergestütztes System zu überführen. Dadurch soll auch ein Beitrag zur Verbesserung der Inneren Sicherheit geleistet werden. Den berechtigten Behörden soll ermöglicht werden, bedarfsgerecht auf erforderliche Daten des Nationalen Waffenregisters zugreifen zu können:

Das Nationale Waffenregister dient der Speicherung und Übermittlung von Daten, die erforderlich sind, um erlaubnispflichtige Schusswaffen sowie waffenrechtliche Erlaubnisse, Ausnahmen, Anordnungen, Sicherstellungen oder Verbote Personen zuordnen zu können. Dieser Zweck ist Ausgangspunkt allen Handelns im Zusammenhang mit dem Nationalen Waffenregister.

In der Praxis häufig vorkommende Vorgänge wie der Umzug einer Person oder das dauerhafte Überlassen einer Waffe werden durch das Register für die beteiligten Behörden in ihrer Abwicklung erleichtert.

Das Nationale Waffenregister wird beim Bundesverwaltungsamt geführt.