Industrie- und Handelskammer (IHK)

Rechtswörterbuch

 Normen 

IHK-G

 Information 

Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Die Industrie- und Handelskammern haben die Interessen der ihnen zugehörigen Gewerbetreibenden ihres Bezirks zu vertreten und für die Förderung der gewerblichen Wirtschaft zu wirken. Mitglieder sind alle zur Gewerbesteuer veranlagten natürlichen Personen, Handelsgesellschaften und juristischen Personen des jeweiligen Bezirks.

Es besteht eine Zwangsmitgliedschaft, deren Verfassungsmäßigkeit durch das Bundesverfassungsgericht im Dezember 2001 bestätigt wurde.

Aufgaben der IHK sind gemäß § 1 IHK-G u.a.:

  • Wahrnehmung des Interesses der zugehörigen Gewerbetreibenden

  • Förderung der gewerblichen Wirtschaft

  • Unterstützung der Behörden durch Vorschläge, Gutachten und Berichte

  • Gewährleistung der Einhaltung der Grundsätze der Kaufmannsehre durch die Mitglieder

  • Regelung der Berufsausbildung

  • Erlass von Gesellen- und Meisterprüfungsordnungen

Vertreten wird eine IHK durch den Präsidenten und den Hauptgeschäftsführer.

Die Industrie- und Handelskammern sind wie folgt organisiert:

  • auf Bundesebene: Deutsche Industrie- und Handelstag

  • auf Landesebene: Arbeitsgemeinschaften/Kammervereinigungen

  • auf Kreisebene: Industrie- und Handelskammer

 Siehe auch 

BVerwG 31.03.2004 - 6 C 25/03 (kein Anspruch des Mitglieds der Vollversammlung einer IHK auf Einsichtnahme in Unterlagen einer Rechnungsprüfung)

BVerwG 25.08.2003 - 6 B 43/03 (Wahlen zur Vollversammlung)

BVerwG 21.07.1998 - 1 C 32/97

Möllering/Schwenker: Die Verjährung von IHK-Beiträgen; GewArch (Gewerbearchiv) 2003, 98

Jahn: Das Recht der Industrie- und Handelskammern; NWB (Neue Wirtschafts-Briefe) 2005, 1419

Jahn: Zur Entwicklung des Beitragsrechts der Industrie- und Handelskammern - ein Rechtsprechungsreport 2000 - 2004; GewArch (Gewerbe-Archiv) 2005, 169