Fernunterrichtsvertrag

Rechtswörterbuch

 Normen 

FernUSG

 Information 

1. Allgemein

Als Fernunterrichtsvertrag wird die vertragliche Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten bezeichnet, bei der der Lehrende und der Lernende ausschließlich oder überwiegend räumlich getrennt sind und der Lernerfolg durch den Lehrenden überwacht wird.

Der Fernunterrichtsvertrag ist gemäß § 3 Abs. 1 FernUSGschriftlich abzuschließen.

2. Zulassung

Die Lehrgänge sind gemäß § 12 FernUSG zulassungsbedürftig.

3. Informationspflichten und Widerrufsrecht

Gemäß der §§ 3 f. FernUSG ist bei den Informationspflichten und Widerrufsrechten wie folgt zu unterscheiden:

4. Kündigung

Der Lernende kann den Vertrag nach der gesetzlichen Regelung des § 5 FernUSG erstmalig zum Ablauf der ersten sechs Monate nach Vertragsschluss unter Einhaltung einer sechs-wöchigen Kündigungsfrist schriftlich kündigen. Nach Ablauf des ersten Halbjahres ist eine Kündigungsfrist von drei Monaten einzuhalten.

Weichen Vertragsklauseln von diesen Regelungen ab, so sind sie gemäß § 10 FernUSG unwirksam.

 Siehe auch 

Riedel: Onlinevertriebsrecht; 1. Auflage 2014

Wendehorst: Das neue Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie; Neue Juristische Wochenschrift - NJW 2014, 577