Elektronische Steuererklärung

Rechtswörterbuch

 Normen 

§§ 87b - 87d AO

§ 87a Abs. 6 AO

§ 72a AO

 Information 

Elektronische Übermittlung von Steuererklärungen und anderen Mitteilungen an die Finanzverwaltung.

Die elektronische Übermittlung von Steuererklärungen und sonstigen erheblichen Daten sind ab dem 01.01.2017 in den §§ 87b - 87d AO, § 87a Abs. 6 AO sowie § 72a AO geregelt. Die Steuerdaten-Übermittlungsverordnung wird zum 31.12.2016 außer Kraft treten.

Soweit nichts anderes bestimmt ist, ist bei der elektronischen Übermittlung von amtlich vorgeschriebenen Datensätzen an Finanzbehörden ein sicheres Verfahren zu verwenden, das den Datenübermittler authentifiziert und die Vertraulichkeit und Integrität des Datensatzes gewährleistet.

Die elektronische Signatur wird mit einem privaten Signaturschlüssel (Chipkarte) und einer PIN-Nummer erstellt. Der Empfänger des Dokuments kann die Echtheit mit einem öffentlichen Schlüssel überprüfen.

Der Anwendungsbereich der elektronischen Übermittlung umfasst

  • Steuererklärungen,

  • Freistellungsaufträge,

  • Sammelanträge,

  • Zusammenfassende Meldungen,

  • sonstige für das Besteuerungsverfahren erforderlichen Daten.

 Siehe auch 

BFH 20.03.2013 - VI R 9/12 (Grobe Fahrlässigkeit bei mit ElsterFormular abgegebener elektronischer Einkommensteuererklärung)

http://www.elster.de (Internetseite der Finanzverwaltung zur elektronischen Steuererklärung)

Wacker: Die elektronische Steuererklärung als Haftungs- und Gebührenfalle für den Steuerberater. Zugleich Anmerkung zu BFH, U. v. 16.05.2013 - III R 12/12; Deutsches Steuer-Recht - DStR 2013, 2025