BVerwG, 01.09.2010 - BVerwG 4 B 31.10 - Einfügen von einem Stall für zwei Pferde neben einem Wohnhaus in einem Gemengelage aus Wohngebiet und Dorfgebiet

Bundesverwaltungsgericht
Beschl. v. 01.09.2010, Az.: BVerwG 4 B 31.10
Gericht: BVerwG
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 01.09.2010
Referenz: JurionRS 2010, 23847
Aktenzeichen: BVerwG 4 B 31.10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

VG Koblenz - 21.04.2009 - AZ: 1 K 1256/08.KO

OVG Rheinland-Pfalz - 30.04.2010 - AZ: 1 A 11294/09.OVG

Fundstellen:

BauR 2011, 91-92

ZfBR 2010, 798-799

Redaktioneller Leitsatz:

  1. 1.

    Ehemalige landwirtschaftliche Betriebe, die von Nichtlandwirten zur Tierhaltung zu Hobbyzwecken und zur Lagerhaltung genutzt werden, stehen der Qualifizierung eines Gebiets als allgemeines Wohngebiet entgegen. Ob derartige Anlagen die nähere Umgebung prägen oder als Fremdkörper unbeachtlich sind, hängt von den jeweiligen Umständen des Einzelfalles ab.

  2. 2.

    Wenn ein Gericht bei seiner Beweiswürdigung entscheidungstragend von einem zweifelsfrei unrichtigen oder unvollständigen Sachverhalt ausgeht, kann darin ein Verfahrensmangel liegen.

In der Verwaltungsstreitsache
...
hat der 4. Senat des Bundesverwaltungsgerichts
am 1. September 2010
durch
die Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Gatz und Dr. Jannasch sowie
die Richterin am Bundesverwaltungsgericht Dr. Philipp
beschlossen:

Tenor:

Die Beschwerde des Klägers zu 1 gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz vom 30. April 2010 wird zurückgewiesen.

Die Beschwerde der Klägerin zu 2 wird verworfen.

Die Kläger tragen die Kosten des Beschwerdeverfahrens je zur Hälfte mit Ausnahme der außergerichtlichen Kosten des Beigeladenen, die dieser selbst trägt.

Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Beschwerdeverfahren auf 7 500 EUR festgesetzt.

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