BSG, 30.06.2009 - B 2 U 22/08 R - Anerkennung eines Arbeitsunfalls in der gesetzlichen Unfallversicherung; Sachlicher Zusammenhang bei der Freistellung für das Sporttraining für Spitzensportler

Bundessozialgericht
Urt. v. 30.06.2009, Az.: B 2 U 22/08 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 30.06.2009
Referenz: JurionRS 2009, 20668
Aktenzeichen: B 2 U 22/08 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LSG Niedersachsen-Bremen - 26.11.2007 - AZ: L 6 U 310/05

SG Braunschweig - AZ: S 14 U 202/01

Fundstellen:

NZA 2009, 1252

SGb 2009, 533-534

SpuRt 2010, 170-172

Redaktioneller Leitsatz:

War eine Spitzensportlerin, die auf einer Planstelle der Sportförderung des Arbeitgebers zur Hälfte von der regulären Arbeitszeit unter Lohnfortzahlung freigestellt war, zur Ausübung des Sports vertraglich verpflichtet, während des Sporttrainings dem Direktions- und Weisungsrecht des Unternehmens unterstellt und in die Sportförderung als Teil der Arbeitsorganisation des Unternehmens eingegliedert, so liegt ein sachlicher Zusammenhang für die Frage nahe, ob sie während des Sporttrainings unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stand. [Nicht amtlich veröffentlichte Entscheidung]

in dem Rechtsstreit

Az: B 2 U 22/08 R

L 6 U 310/05 (LSG Niedersachsen-Bremen)

S 14 U 202/01 (SG Braunschweig)

.................,

Klägerin und Revisionsklägerin,

Prozessbevollmächtigte: .......................................,

gegen

Verwaltungs-Berufsgenossenschaft,

Deelbögenkamp 4, 22297 Hamburg,

gesetzlich vertreten durch den Vorsitzenden

ihrer Geschäftsführung ......................,

Beklagte und Revisionsbeklagte,

Prozessbevollmächtigter: ...............................,

beigeladen:

Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd,

Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 15, 55130 Mainz,

gesetzlich vertreten durch ihren

Hauptgeschäftsführer ................,

Revisionsbeklagte,

Prozessbevollmächtigte: ...............................

Der 2. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 30. Juni 2009 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. M e y e r , die Richter Dr. B e c k e r und M u t s c h l e r sowie die ehrenamtlichen Richter S c h n e i d i n g e r und Dr. G r i e s h a b e r

für Recht erkannt:

Tenor:

Das Urteil des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen vom 26. November 2007 wird aufgehoben und die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung zurückverwiesen.

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