BSG, 27.04.2010 - B 2 U 14/09 R - Anspruch eines an Krebs durch ionisierende Strahlen leidenden ehemaligen Wehrdienstpflichtigen der NVA auf Feststellung einer Berufskrankheit in der gesetzlichen Unfallversicherung

Bundessozialgericht
Urt. v. 27.04.2010, Az.: B 2 U 14/09 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 27.04.2010
Referenz: JurionRS 2010, 21723
Aktenzeichen: B 2 U 14/09 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LSG Chemnitz - 25.10.2007 - AZ: L 2 U 35/06

SG Dresden - 30.12.2005 - AZ: S 5 U 72/04

Fundstelle:

SGb 2010, 415-416

Redaktioneller Leitsatz:

Ein ehemaliger Wehrdienstpflichtiger der NVA, der vor dem 1.1.1992 im Beitrittsgebiet an einem Hodentumor durch ionisierende Strahlen erkrankt ist, hat nur einen Anspruch auf die Feststellung einer Berufskrankheit der Sozialversicherung der ehemaligen DDR. Die Feststellung einer Berufskrankheit im Sinne der BKVO Anl. 1 Nr. 2402 oder der BKV Anl Nr. 2402 kommt nicht in Betracht. [Nicht amtlich veröffentlichte Entscheidung]

in dem Rechtsstreit

Az: B 2 U 14/09 R

L 2 U 35/06 (Sächsisches LSG)

S 5 U 72/04 (SG Dresden)

........................,

Kläger und Revisionskläger,

Prozessbevollmächtigte: ................................................,

gegen

Unfallkasse des Bundes,

vertreten durch den Geschäftsführer,

Weserstraße 47, 26382 Wilhelmshaven,

Beklagte und Revisionsbeklagte,

Prozessbevollmächtigte: .......................................... .

Der 2. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 27. April 2010 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. M e y e r , die Richter Dr. B e c k e r und H e i n z sowie die ehrenamtliche Richterin G r ü t z m a c h e r und den ehrenamtlichen Richter K l e e m a n n

für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision des Klägers gegen das Urteil des Sächsischen Landessozialgerichts vom 25. Oktober 2007 wird als unzulässig verworfen, soweit sie gegenüber der Beklagten die Feststellung einer Berufskrankheit nach Nr 51 und Nr 92 der Verordnung über die Verhütung, Meldung und Begutachtung von Berufskrankheiten der Deutschen Demokratischen Republik sowie einer Wehrdienstbeschädigung und die Verurteilung zu Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung und des sozialen Entschädigungsrechts betrifft. Im Übrigen wird die Revision zurückgewiesen.

Kosten sind nicht zu erstatten.

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