BSG, 21.07.2011 - B 3 KR 14/10 R - Zulässigkeit der Abgabe von Stoma-Hilfsmitteln zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung durch einen Hilfsmittellieferanten; Notwendigkeit der Beschäftigung eines Stoma-Therapeuten

Bundessozialgericht
Urt. v. 21.07.2011, Az.: B 3 KR 14/10 R
Gericht: BSG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 21.07.2011
Referenz: JurionRS 2011, 27847
Aktenzeichen: B 3 KR 14/10 R
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

SG München - 01.04.2009 - AZ: S 47 KR 291/09

LSG Bayern - 30.11.2010 - AZ: L 4 KR 200/09

Fundstellen:

BSGE 109, 9 - 22

FA 2012, 191

KrV 2011, 271

KrV 2012, 69

NZS 2011, 6-7

SGb 2013, 183-189

in dem Rechtsstreit

Az: B 3 KR 14/10 R

L 4 KR 200/09 (Bayerisches LSG)

S 47 KR 291/09 (SG München)

.......................................,

Klägerin und Revisionsklägerin,

Prozessbevollmächtigter: .........................................,

gegen

1. AOK Bayern - Die Gesundheitskasse,

Carl-Wery-Straße 28, 81739 München,

2. BKK Landesverband Bayern,

Züricher Straße 25, 81476 München,

3. Vereinigte IKK,

Albrecht-Thaer-Straße 36-38, 48147 Münster,

4. Funktioneller Landesverband der Landwirtschaftlichen Krankenkassen und Pflegekassen in Bayern,

Neumarkter Straße 35, 81673 München,

Beklagte und Revisionsbeklagte,

Prozessbevollmächtigte zu 2. bis 4.:

AOK Bayern - Die Gesundheitskasse,

Carl-Wery-Straße 28, 81739 München.

Der 3. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 21. Juli 2011 durch den Vorsitzenden Richter Dr. H a m b ü c h e n , die Richter S c h r i e v e r und Dr. S c h ü t z e sowie die ehrenamtliche Richterin D ö r r und den ehrenamtlichen Richter K o c h

für Recht erkannt:

Tenor:

Auf die Revision der Klägerin werden die Urteile des Bayerischen Landessozialgerichts vom 30. November 2010 und des Sozialgerichts München vom 1. April 2009 geändert und es wird festgestellt, dass die Beschäftigung von Stomatherapeuten keine Voraussetzung für den Abschluss eines Vertrages über die Versorgung mit Hilfsmitteln und Verbandstoffen zur Stomatherapie ist.

Die Beklagten tragen die Kosten des Rechtsstreits in allen Rechtszügen.

Der Streitwert für das Revisionsverfahren wird auf 6200 Euro festgesetzt.

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